Ausgelassene Stimmung zum WM-Auftakt in Mexiko-Stadt
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist mit einer farbenfrohen und stimmungsvollen Zeremonie im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt eröffnet worden. Trotz der Befürchtungen vor Chaos und Protesten verwandelte sich das Stadion in eine große Partyzone. Rund 90.000 Zuschauer feierten die halbstündige Show, die traditionelle mexikanische Elemente mit moderner Popmusik verband.
Shakira und die WM-Hymne „Dai Dai“
Ein Höhepunkt der Eröffnungsfeier war der Auftritt von Shakira, die die offizielle WM-Hymne „Dai Dai“ sang. Die kolumbianische Sängerin sorgte mit einem Feuerwerk und mitreißenden Rhythmen für Begeisterung bei den Fans. Zuvor hatte bereits Lila Downs die Gäste mit traditionellen Klängen willkommen geheißen. Die Bühne, die Trophäe und zahlreiche Statisten waren in Gold gehüllt, was die festliche Atmosphäre unterstrich.
Mexikos Startelf-Überraschung
Kurz nach der Show begann das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika. Trainer Javier Aguirre überraschte mit seiner Torhüter-Wahl: Statt des erfahrenen Guillermo Ochoa, der in seine sechste WM geht, stand der 26-jährige Raúl Rangel von den Chivas Guadalajara im Tor. Auch das Wunderkind Gilberto Mora, der am Eröffnungstag 17 Jahre und 240 Tage alt war und damit nur einen Tag älter als Pelé bei dessen erstem WM-Tor, saß zunächst auf der Bank.
Sicherheitsvorkehrungen und Wetterglück
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wurde eine Sperrzone rund um das Stadion eingerichtet. Rund 1,5 Kilometer vor dem Stadion war für Fahrzeuge Schluss; Besucher mussten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller anreisen. Grund waren Befürchtungen vor Protesten einer radikalen Lehrergewerkschaft, die zwei Tage zuvor das Stadion blockiert hatte. Das Wetter spielte zunächst mit: Trotz angekündigter Gewitter schien die Sonne, und die Tribünen waren gut gefüllt.
Vorfreude auf ein stimmungsvolles Turnier
Mexiko hofft auf eine erneute erfolgreiche Heim-WM: 1970 und 1986 erreichte „El Tri“ das Viertelfinale. Die Stimmung im Stadion war ausgelassen, und die Fans feierten ihre Mannschaft bereits bei der Ankunft mit dem Bus. Nun bleibt abzuwarten, ob das erste von 104 Spielen der größten und viel kritisierten WM – mit horrenden Ticketpreisen und Visa-Problemen – die Erwartungen an ein stimmungsvolles Fußballfest erfüllen kann.



