Luke Littler hat die Darts-Welt erneut in Staunen versetzt. Beim World Matchplay in Blackpool dominierte der 19-jährige Engländer das Finale gegen Gerwyn Price mit 18:9 und baute seinen Vorsprung in der Weltrangliste auf ein historisches Niveau aus. Mit 3,14 Millionen Pfund (etwa 3,67 Millionen Euro) liegt Littler nicht nur an der Spitze, sondern hat mehr Preisgeld angesammelt als die nächsten drei Spieler zusammen – Luke Humphries, Gian van Veen und Gerwyn Price. Der Abstand beträgt umgerechnet rund 2,5 Millionen Euro, was dem Wert einer Luxusvilla oder 55 Neuwagen entspricht.
Rekorde und Reaktionen
„So etwas Dominantes habe ich noch nicht gesehen“, sagte der deutsche Darts-Profi Gabriel Clemens am DAZN-Mikrofon über Littlers Turnierleistung. TV-Experte Wayne Mardle entfuhr bei einem 167-Punkte-Finish im Finale der Ausruf: „Oh, du böser junger Mann!“ Littler selbst zeigte sich nach dem Sieg bescheiden: „Es war eine verrückte Woche. Eine der besten Wochen meines Lebens. Die Zahlen sehen so aus, als ob es einfach war, aber das war es nicht.“
Die Statistiken des Turniers untermauern seine Dominanz: Littler erzielte den besten Durchschnitt in der Geschichte des World-Matchplay-Finales, den besten Turnierdurchschnitt und die meisten 180er-Aufnahmen. Selbst der unterlegene Price, der selbst ein exzellentes Turnier spielte, zollte Respekt: „Wenn jemand diesen Kerl ausbuht, muss irgendwas mit ihm falsch sein. Dieser Kerl ist fantastisch für den Sport.“ Mit 41 Jahren ist Price mehr als doppelt so alt wie Littler.
Urlaub nach dem Triumph
Nach dem Turnier gönnt sich Littler eine Auszeit in Spanien. Selbst wenn er mehrere Monate pausieren würde, bliebe er aufgrund seines Vorsprongs an der Spitze der Weltrangliste. Price scherzte über die Niederlage: „Ich wünschte, er wäre nicht so gut, dann würde ich auch mehr Turniere gewinnen.“
Littlers Rekordmarke von 3,14 Millionen Pfund ist die höchste in der Darts-Geschichte. Die Zahlen zeigen, dass der Jugendliche die Konkurrenz derzeit in einer eigenen Liga spielen lässt. Die Frage ist nicht, ob er weitere Titel gewinnen wird, sondern wie lange seine Dominanz anhält.



