Würzburg Kickers steigen auf: Lok Leipzig verliert erneut Relegation
Würzburg steigt auf, Lok Leipzig verliert Relegation

Die Würzburger Kickers haben nach vier Jahren die Rückkehr in den deutschen Profifußball geschafft. In der Relegation setzten sie sich gegen Lok Leipzig durch. Die Mannschaft von Trainer Michael Schiele gewann das Rückspiel vor heimischem Publikum mit 2:1 (1:0) und machte damit den Aufstieg in die dritte Liga perfekt. Bereits das Hinspiel in Leipzig hatten die Franken mit 1:0 für sich entschieden.

Trainer Schiele: Party-Befehl erteilt

„Super, überragend, wir haben es super gezogen und absolut verdient. Ganz bitter für Leipzig, es tut mir leid. Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr direkt hochgehen“, sagte Kickers-Trainer Michael Schiele bei MagentaSport. Er fügte hinzu: „Ich mache den Party-Befehl, die Jungs wollen feiern, die Stadt abreißen, die ganze Woche, solange es geht.“

Unrühmliches Triple für Lok Leipzig

Für die Sachsen ist das Scheitern besonders bitter, denn es ist nicht das erste Mal. Bereits 2020 und vor einem Jahr war der legitime Nachfolger des ersten deutschen Fußball-Meisters VfB Leipzig in seiner Regionalliga-Staffel Meister geworden, um im Anschluss die Relegation gegen Verl und Havelse zu verlieren. Das Modell mit nur vier Aufsteigern aus fünf Regionalligen ist in höchstem Maße umstritten.

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Würzburgs Tore und Rückkehr in Liga drei

Würzburg darf sich nach den Toren von Top-Stürmer Jermain Nischalke (30. Minute) und Cherif Cisse (72.) auf eine Rückkehr in die dritte Liga freuen. Dort warten attraktive Gegner wie Hansa Rostock oder Fortuna Düsseldorf. Die Kickers hatten die Regionalliga Bayern zwar nur auf Platz zwei beendet, profitierten aber von einem Aufstiegsverzicht des 1. FC Nürnberg II. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Leipzigs Djamal Ziane (71.) verpuffte quasi mit dem Gegenangriff, der Würzburg vor 10.717 Zuschauern erneut die Führung brachte.

Wieder Aufstieg mit Schiele

Trainer Schiele hatte den Verein zwischen 2017 und 2020 schon einmal betreut und die Würzburger damals sogar in die 2. Bundesliga geführt. In diesem Frühjahr kehrte er an den Dallenberg zurück – und schaffte direkt wieder den Aufstieg. Leipzig war mit rund 2.000 Fans angereist und brachte damit mehr Gästeanhänger nach Würzburg als alle bayerischen Regionalligisten in der abgelaufenen Saison gemeinsam.

Fan-Transparent und knappe Entscheidung

Mit Blick auf die dritte Regionalliga-Meisterschaft ohne automatischen Aufstieg entrollten die Lok-Fans schon vor dem Anpfiff ein Transparent mit der Aufschrift: „Die Würfel längst gefallen - doch kämpft bis zum Schluss“. Leipzig hielt im Rückspiel ordentlich mit und erspielte sich vereinzelt Chancen, doch zur großen Wende kam es nicht mehr. In der Nachspielzeit ging ein Ball von der Lattenunterkante noch fast über die Torlinie, der Schiedsrichter ließ jedoch weiterspielen.

Stimmen nach dem Spiel

„Der Ball ist ein halber Meter hinter der Linie, das Schicksal trifft uns brutal, mir tut es unendlich leid für den Verein“, sagte Lok-Trainer Jochen Seitz. Zu den mitgereisten Fans meinte er: „Wir haben alles in die Waagschale geworfen. Riesenkompliment an die Fans, sie haben uns unglaublich unterstützt und gesehen, dass wir alles auf dem Platz gelassen haben.“

In einer früheren Version des Artikels vom 1.6.2026 hieß es fälschlicherweise, der Ball sei in der Verlängerung von der Lattenunterkante fast über die Linie gegangen. Tatsächlich geschah dies in der Nachspielzeit.

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