Zverevs Countdown zum Wimbledon-Finale: Schlaf, Essen und Routine
Zverevs Countdown zum Wimbledon-Finale: Schlaf und Routine

Die Uhr tickt für Alexander Zverev (29). Am Sonntag um 17 Uhr (Prime live) tritt der French-Open-Sieger im Finale von Wimbledon gegen den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner (24) an. Seit 13 Grand-Slam-Matches ist der Hamburger ungeschlagen und kann nun beim zweiten Major-Turnier in Folge den Titel gewinnen. Zudem wäre er der erste deutsche Mann seit Michael Stich (57) 1991, der an der Church Road den Titel holt.

Der Ablauf vor dem Finale

Wie sehen die Stunden bis zum ersten Aufschlag aus? Zverev und seine Entourage haben wie alle Top-Stars ein Haus gemietet, mit Garten, nicht weit entfernt vom All England Lawn Tennis & Croquet Club. In familiärer Atmosphäre findet Zverev Ruhe und hat alle um sich, wenn er sie braucht. Der Sonnabend begann mit Ausschlafen. „10 Uhr oder 10.30 Uhr stehe ich auf, Frühstück um 11 Uhr“, beschreibt der Olympiasieger von 2021 seinen Vormittag. Auf der Anlage von Wimbledon, auf der sich auch der Aorangi Trainingspark befindet, ist er dann relativ schnell. Ab 13 Uhr ist der Platz fürs Training reserviert, davor gibt es die körperliche Vorbereitung. Bei Temperaturen um die 30 Grad ist die Erwärmung weniger intensiv, wird aber dennoch gemacht.

Training und Ernährung

Eineinhalb bis zwei Stunden trainiert Zverev, dann gibt es um 15.30 Uhr Mittagessen, fünf Stunden später Abendessen. Dazwischen: Mittagsschlaf, Spielen mit dem Neffen oder Dackel Mishka, und auch die Pudel Lövik und Junior wollen zu ihrem Recht kommen. Die Gegneranalyse läuft auf Hochtouren. Über Sinner weiß Zverev im Grunde alles. Dennoch werden Videos gesichtet, um vielleicht doch noch etwas zu finden, wo der Überflieger verwundbar ist. „Ich schaue mir noch Spiele an, aber auch mein Team wird mir dann noch das Notwendige sagen, was mir noch helfen kann“, so Zverev.

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Und dann ist schon wieder Schlafenszeit. „Ich versuche, immer auf zehn Stunden Schlaf zu kommen“, so die Nummer 3 der Welt, die ab Montag wieder die Nummer 2 ist. Ist Freundin Sophia Thomalla (36) bei Turnieren dabei, ist sie es, die das Essen zubereitet. In Wimbledon ist Mutter Irina (59) für alle da. Sie hält sich im Hintergrund und schaut sich nach wie vor keine Spiele ihres Sohnes live an – sie ist viel zu nervös.

Essen als Notwendigkeit

Das Essen muss sich mit seiner Diabeteserkrankung vertragen. Aber generell ist Nahrungsaufnahme für ihn nur Mittel zum Zweck. Vor Jahren sagte er in einem TV-Interview mit Johannes B. Kerner (61): „Für mich ist Essen Zeitverschwendung. Wenn man mir eine Pille geben könnte und ich müsste nie wieder essen – ich würde sie nehmen. Ich bin kein schlechter Esser, aber ich esse unfassbar wenig. Man muss mich zum Essen zwingen.“

Das hat auch seine Vorteile. Mit Übergewicht aus dem Urlaub zurückkommen, ist bei Zverev nicht. „Ich genieße im Urlaub nicht das Essen. Ich bin keiner, der im Urlaub sagt: Boah, geil schlemmen. Ich bin so einer, der aus dem Urlaub zwei Kilo leichter zurückkommt.“ Dafür kommt er vom Arbeitsplatz Wimbledon mit einer neuen Trophäe zurück, wenn auch nur einer kleineren Kopie des Originals. Ob es die für den Sieger oder den Unterlegenen ist, wird am Sonntagabend klar sein.

Der Finaltag

Am Finaltag selbst wird alles ähnlich laufen. Das Frühstück mit der Familie, das dann natürlich viel kürzere Training, das ein Einspielen auf den großen Auftritt ist. Alles findet etwa eine Stunde früher statt als am Sonnabend. Nur eine Sache wird hoffentlich anders sein: Gibt es von Sonntag auf Montag keine zehn Stunden Schlaf, spräche das für eine lange Titelparty-Nacht.

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