Jürgen Klopp, der designierte Bundestrainer, könnte Red Bull als stillen Partner in die Nationalmannschaft holen. Der wahre Gewinner dieser Konstellation ist nicht der Deutsche Fußball-Bund (DFB), sondern der österreichische Getränkekonzern. Das zeigt eine Analyse der aktuellen Verhandlungen.
Verhandlungen in New York: Klopp vor DFB-Engagement
Derzeit verhandeln die Spitzen des DFB in New York mit Jürgen Klopp über dessen mögliche Anstellung als Bundestrainer. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur spricht wenig gegen eine Einigung. Auch Red Bull dürfte eine tragende Rolle spielen, um Klopps Engagement zu ermöglichen. Klopp steht seit knapp zwei Jahren bei Red Bull unter Vertrag, auch wenn seine genauen Aufgaben für Außenstehende schwer fassbar sind.
Klopp selbst äußerte den Wunsch, „dass es im Idealfall nur Gewinner bei der Geschichte gibt“. Und weiter: „Red Bull muss sauber aus der Nummer herauskommen.“ Genau das scheint der Konzern zu schaffen – und zwar als großer Profiteur.
Red Bull als Gewinner: Imagegewinn und Werbung
Red Bull könnte künftig über Klopp für die reichweitenstarke Nationalmannschaft werben. Im Gespräch ist, dass der Konzern Klopp ziehen lässt, ohne vom DFB eine Ablöse zu verlangen. Im Gegenzug darf Klopp Markenbotschafter für Red Bull bleiben. Damit löst sich das sportlich bislang wirkungslose Berater-Engagement in Wohlgefallen auf.
Der DFB würde sich zwar die Ablöse sparen, handelte sich aber den Unmut der Fußball-Gemeinde ein. Der Red-Bull-Konzern ist bei vielen Fans hierzulande schlecht beleumundet, vor allem wegen RB Leipzig, das als künstlich hochgezüchteter Klub gilt und Traditionsvereine verdrängt hat.
Imageverlust für Klopp und Kritik am DFB
Jürgen Klopp erlitt durch sein Red-Bull-Engagement einen Imageverlust. Der 59-Jährige galt in Mainz, Dortmund und Liverpool als Fußball-Messias. Mit dem Wechsel zu Red Bull vergraulte er viele seiner Anhänger. Dass er Red Bull nun mit ins Nationalmannschafts-Boot holt, zeigt: Klopp ist es egal, was der Volksmund denkt, Hauptsache, er erreicht seine Ziele.
Der DFB agiert nach der verkorksten WM aus einer Position der Schwäche und lässt sich von Klopp alles diktieren – auch eine indirekte Partnerschaft mit einem umstrittenen Unternehmen. Klopp mag der richtige Bundestrainer sein, aber der Start hat ein „Gschmäckle“.



