Rund neun Monate nach seinem Kreuzbandriss arbeitet Routinier Fabian Wiede weiter an seinem Comeback für Pokalsieger Füchse Berlin. Der 32-jährige Rückraumspieler will zum Start der neuen Handball-Saison wieder auf dem Feld stehen. „Der Plan steht und die Hoffnung ist da, dass alles so klappt und auch gut läuft. Es gab ein Telefonat mit Trainer Nicolej Krickau, bei dem auch mein Reha-Trainer zugeschaltet war. Da haben wir besprochen, wie das alles aussehen kann. Und dass ich jetzt langsam wieder mit einsteigen darf beim Mannschaftstraining“, sagte Wiede dem rbb.
Mentale Herausforderung nach schwerer Verletzung
Die Berliner starten am kommenden Dienstag in die Vorbereitung auf die neue Saison. Das erste Pflichtspiel steht am 22. August im Supercup gegen Meister SC Magdeburg an. Wenige Tage später beginnt für die Füchse mit dem Heimspiel gegen Melsungen die neue Bundesliga-Saison. Das Zutrauen in den eigenen Körper wächst zwar stetig, doch die mentale Herausforderung bleibt groß. „Weil man sich das, Stand jetzt, nicht so richtig vorstellen kann. Dass alles wieder so ist, wie es mal war. Ich glaube, das ist ein extrem schwieriger Schritt, dieses positive Gefühl wiederzubekommen. Das wird auch für mich ein extrem harter Punkt. Zu sagen: Ich gehe ins Training und probiere an gar nichts zu denken“, berichtete Wiede.
Wiede will wieder Leistungsträger sein
Als sich der Rückraumspieler im Oktober vergangenen Jahres verletzte, gehörte er zu den Leistungsträgern der Berliner. Vor allem in der Defensive war der 32-Jährige eine wichtige Stütze und entlastete unter anderem Welthandballer Mathias Gidsel. „Wenn es richtig gut läuft und alles, alles passt, dann will ich natürlich wieder diese Rolle einnehmen, die ich auch vor ein, zwei Jahren innehatte“, kündigte er an. Wiede weiß, dass der Weg zurück an die Spitze steinig ist, doch er ist entschlossen, sich Schritt für Schritt heranzutasten. Die Füchse Berlin hoffen, dass er rechtzeitig zum Saisonstart wieder voll belastbar ist.



