Spanien hat die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gewonnen und sich mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Argentinien den Titel gesichert. Das Finale in New Jersey war eine einseitige Angelegenheit, in der Spanien von Beginn an dominierte und Argentinien keine Chance ließ. Der Sieg war hochverdient, wie die Statistik zeigt: Argentinien gab in der regulären Spielzeit keinen einzigen Torschuss ab.
Dominanz der Spanier
Von Beginn an kontrollierte Spanien das Spiel. Das Mittelfeld um Rodri, Fabian Ruiz und Dani Olmo ließ den Ball fast nie verloren gehen und eroberte ihn immer wieder schnell zurück. Argentinien kam kaum aus der eigenen Hälfte. Lionel Messi, der das Turnier bis dahin dominiert hatte, war im Finale völlig abgemeldet. Sein erster Torschuss kam erst in der 117. Minute, wurde aber geblockt.
„Spanien hat nicht nur ein Finale gewonnen. Es hat eine Art zu spielen beschützt. Es hat den Fußball gerettet“, schrieb die spanische Sportzeitung „Marca“. Der britische „Telegraph“ ergänzte: „Fußball 1, Verbrecher 0. Es brauchte eine Verlängerung, um dorthin zu gelangen, aber Gott sei Dank hat der Sport gesiegt.“
Hässliche Seite Argentiniens
Argentinien zeigte nach dem Abpfiff seine hässliche Seite. Nahuel Molina und Leandro Paredes attackierten spanische Spieler, es kam zu einer Prügelei. Enzo Fernandez sah bereits in der 90.+3 Minute Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels. Die britische „Sun“ kommentierte: „Argentinien hat letztlich für den Versuch bezahlt, ein Fußballspiel in eine Straßenprügelei zu verwandeln.“
Zlatan Ibrahimovic, der als Experte für Fox tätig war, fasste die spanische Dominanz treffend zusammen: „Sie rauben dir deinen Spirit. Sie rauben dir deine Hoffnung.“
Entscheidung in der Verlängerung
Das Tor des Tages fiel in der 106. Minute. Nach einem langen Ball von Pedro Porro legte Nico Williams den Ball per Kopf auf Ferran Torres ab, der humorlos mit links unter die Latte traf. Es war die Erlösung für Spanien, das zuvor viele Chancen vergeben hatte. In der ersten Halbzeit vergab Mikel Oyarzabal eine gute Möglichkeit, nach der Pause scheiterten Olmo und Ferran Torres per Kopf.
„Der Fußball war fair“, sagte Rodri, der zum Spieler des Turniers gewählt wurde. „Das ist das perfekte Drehbuch.“ Williams jubelte: „Es ist der Wahnsinn. Hier leistet jeder seinen Beitrag. Wir arbeiten alle hart und sind keine Starspieler. Ich habe so viel Mist durchgemacht und jetzt ist der glücklichste Tag meines Lebens.“
Spaniens Dominanz über zwei Dekaden
Das Finale war das neunte Endspiel für Spanien in den vergangenen 18 Jahren. Nach den EM-Titeln 2008 und 2012, dem WM-Titel 2010, den Nations-League-Triumphen 2021, 2023 und 2025 sowie dem EM-Titel 2024 krönte sich Spanien nun auch 2026 zum Weltmeister. In Europa folgen Frankreich mit vier Endspielen sowie Deutschland und Portugal mit jeweils drei.
Lamine Yamal, der kurz vor dem Turnier 19 Jahre alt wurde, feierte eine perfekte Geburtstagswoche: Er ist nun Europameister und Weltmeister. „Es ist der Wahnsinn“, sagte er strahlend.
Argentinien hingegen muss sich eingestehen, dass es den Titel nicht verdient hatte. Die Mannschaft um Lionel Messi, der nach dem Spiel in Tränen ausbrach, zeigte eine enttäuschende Leistung und verlor am Ende nicht nur das Spiel, sondern auch die Fassung.



