Die amerikanische Schiedsrichterin Tori Penso wird das Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador bei der Weltmeisterschaft 2026 leiten. Die 38-Jährige, die vor einigen Jahren noch in einer Werbeagentur arbeitete, gilt als eine der Entdeckungen des Turniers. Ihre Leistung im Spiel Tschechien gegen Südafrika wurde von Beobachtern als „die mit Abstand beste Leistung bei dieser WM“ bezeichnet, so ein anonym bleibender FIFA-Offizieller.
Von der Werbeagentur auf den WM-Platz
Penso begann ihre Schiedsrichterkarriere erst spät. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst in einer Werbeagentur in Florida, bevor sie 2015 ihre Leidenschaft für das Pfeifen entdeckte. Innerhalb weniger Jahre stieg sie in die höchste amerikanische Liga MLS auf und wurde 2023 erstmals bei einer Weltmeisterschaft der Frauen eingesetzt. Ihr schneller Aufstieg ist bemerkenswert: Sie pfiff bereits Finalspiele in der US-amerikanischen Profiliga und wurde für die WM 2026 nominiert.
Bisherige Leistungen bei der WM
Bei der laufenden WM in den USA, Kanada und Mexiko hat Penso bereits zwei Spiele geleitet. Neben der Partie Tschechien gegen Südafrika (2:1) war sie auch beim Gruppenspiel zwischen Japan und Nigeria im Einsatz. In beiden Begegnungen zeigte sie eine souveräne Spielführung und traf umstrittene Entscheidungen mit klarer Linie. Insbesondere ihre Strafraumbeobachtung und ihr Laufweg wurden von Experten gelobt. „Sie hat Augen im Hinterkopf“, sagte ein UEFA-Schiedsrichterbeobachter.
Das Spiel gegen Ecuador
Die Partie der DFB-Elf gegen Ecuador findet am 28. Juni 2026 in Houston statt. Für die deutsche Mannschaft geht es um den Gruppensieg, während Ecuador noch auf den ersten Sieg hofft. Penso wird von ihren Assistenten Brooke Mayo und Kathryn Nesbitt unterstützt. Die Begegnung verspricht aufgrund der offensiven Spielweise beider Teams Spannung. Bislang hat Penso noch keine Gelb-Roten oder Roten Karten gezeigt, was auf eine eher kommunikative Linie hindeutet.
Ein Vorbild für junge Schiedsrichterinnen
Penso ist eine von nur drei weiblichen Schiedsrichtern bei der Herren-WM 2026. Ihr Werdegang inspiriert viele junge Frauen, den Schiedsrichterberuf zu ergreifen. „Ich will zeigen, dass es nie zu spät ist, seinen Traum zu verfolgen“, sagte Penso in einem Interview mit der FIFA. Ihre Geschichte ist ein Beispiel für den Wandel im internationalen Fußball, wo zunehmend auch Frauen Spiele der Männer leiten. Die FIFA hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil weiblicher Schiedsrichter bei großen Turnieren zu erhöhen.
Fazit: Eine Bereicherung für das Turnier
Tori Penso hat sich mit ihren Leistungen einen Namen gemacht. Das DFB-Spiel gegen Ecuador wird ein weiterer Test für ihre Fähigkeiten sein. Die deutsche Mannschaft kann sich auf eine faire und kompetente Spielleitung freuen. Sollte sie ihre Form halten, könnte Penso auch in der K.o.-Phase zum Einsatz kommen.



