Deutschland hat offiziell seine Bewerbung für den Start der Tour de France 2029 eingereicht. Dies bestätigte Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping, Vorstandsmitglied der deutschen Kandidatur, am Rande der zweiten Tour-Etappe in Barcelona. „Die Bewerbung ist eingereicht. Es geht auch um Berlin und Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Eine Riesenchance, um die Geschichte der Freiheit und den Fall der Mauer zu erzählen“, sagte Scharping der ARD.
Historischer Kontext: 40 Jahre Mauerfall
Die Bewerbung des Vereins „Grand Départ Allemagne“ – Mitglied im deutschen Verband German Cycling – hat historischen Charakter: 40 Jahre nach dem Mauerfall soll der Start des größten Radrennens der Welt laut Plan der Organisatoren ein Zeichen für ein vereintes Europa setzen. Christian Prudhomme, Direktor der Tour de France, hatte sich gegenüber einem möglichen Tour-Start im Osten Deutschlands offen gezeigt.
Finanzierung und Mitbewerber
Bei der Finanzierung hofft Scharping, neben den betroffenen Bundesländern auch den Bund mit einbeziehen zu können. „Ich denke, wir sollten bis Ende des Jahres alles klar haben, weil die Tour de France wird irgendwann den Grand Départ 2029 ankündigen; muss sie auch. Sie verhandelt auch mit anderen“, betonte Scharping. Als Mitbewerber um die Austragung nannte der langjährige Radsport-Präsident Slowenien und die tschechische Hauptstadt Prag. „Die Konkurrenten sind stark, wir sind allerdings noch stärker und optimistisch“, sagte Scharping.



