Der Berliner Hürdenläufer Emil Agyekum hat sich dem deutschen Rekord von Legende Harald Schmid weiter angenähert. Beim Meeting in Budapest siegte der 27-Jährige über 400 Meter Hürden in 47,58 Sekunden und fehlte damit nur eine Zehntelsekunde auf die Bestmarke von Schmid, die seit 1982 (47,48 s) und 1987 (ebenfalls 47,48 s) besteht. Es war Agyekums vierte Zeit unter 48 Sekunden in seiner Karriere, seine persönliche Bestzeit verbesserte er um 14 Hundertstel.
Harald Schmids Uralt-Rekord wackelt
Harald Schmid, einst Europameister und WM-Dritter, hält den deutschen Rekord über 400 Meter Hürden seit über vier Jahrzehnten. Agyekum rückt dieser Marke nun immer näher. „Es ist ein gutes Gefühl, so nah dran zu sein“, sagte der Berliner nach dem Rennen. „Ich weiß, dass ich noch schneller laufen kann. Der Rekord ist ein klares Ziel für diese Saison.“
Merlin Hummel überzeugt im Hammerwurf
Im Hammerwurf gelang Merlin Hummel von Eintracht Frankfurt die zweitbeste Weite seiner Karriere. Der Vizeweltmeister steigerte sich im dritten Durchgang auf 81,74 Meter und übertraf damit seine Saisonbestleistung. Nur bei der WM 2025 in Tokio warf er mit 82,77 Metern weiter. Weltmeister und Olympiasieger Ethan Katzberg aus Kanada dominierte den Wettbewerb mit drei Würfen über 82 Meter, darunter 83,64 Meter als bester Versuch.
Weitere Höhepunkte aus Budapest
Das Meeting in Budapest bot insgesamt starke Leistungen. Agyekum und Hummel unterstrichen ihre Form für die kommenden Höhepunkte der Saison. Während Agyekum auf eine Verbesserung des deutschen Rekords hofft, peilt Hummel bei der WM in Tokio eine Medaille an. Die Konkurrenz ist jedoch stark: Katzberg zeigte sich in bestechender Verfassung.



