Hülkenberg holt erste Audi-Punkte: Ferraris Strategie-Patzer kostet Hamilton Podium
Hülkenberg holt erste Punkte für Audi in Ungarn

Lando Norris (McLaren) hat den Großen Preis von Ungarn gewonnen und damit den Pole-Position-Fluch von Budapest gebrochen – erstmals seit fünf Jahren siegte der Quali-Sieger auch im Rennen. Hinter dem Briten belegten Max Verstappen (Red Bull) und Kimi Antonelli (Mercedes) die Plätze zwei und drei. Für Aufsehen sorgte jedoch vor allem das Rennen von Ferrari: Obwohl die Scuderia über das gesamte Wochenende das schnellste Auto stellte, warfen schlechte Starts und eine katastrophale Strategie am Ende alle Chancen über Bord. Charles Leclerc wurde Vierter, Lewis Hamilton – der zwischenzeitlich auf Podestkurs lag – fiel nach einem verpatzten Boxenstopp und einer Zeitstrafe auf Platz fünf zurück.

Startdesaster bei Ferrari – Piastri übernimmt die Führung

Schon beim Start versagten Charles Leclerc die Nerven. Als die Ampeln auf Grün schalteten, rutschte der Monegasse durch und verlor drei Positionen an Max Verstappen, Oscar Piastri und Lewis Hamilton. Piastri profitierte zudem von einem Fehler seines McLaren-Teamkollegen Lando Norris, der in Kurve zwei zu schnell unterwegs war. Der Australier zog innen vorbei und übernahm die Führung – eine frühe Vorentscheidung. Dahinter kämpfte Hamilton verbissen gegen Verstappen, konnte sich aber trotz weicherer Reifen nicht durchsetzen.

McLaren bestimmte fortan das Tempo an der Spitze. Ein Doppelsieg schien möglich, doch das Pech schlug später zu. Für George Russell begann das Rennen ebenfalls denkbar schlecht: Der Mercedes-Pilot kam nicht vom Fleck und fiel bis auf Platz 18 zurück. Sein Teamkollege Kimi Antonelli blieb zunächst auf Rang sechs.

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Taktikduell und Überrundungs-Eklat mit Carlos Sainz

Hamilton war der erste der Spitzengruppe, der an die Box kam – bereits in Runde 14. Red Bull reagierte und holte Verstappen herein, doch der Niederländer kam knapp hinter Hamilton zurück auf die Strecke. Mercedes gewann das Duell zunächst, doch eine Runde später überholte Verstappen den Briten mit einem sensationellen Manöver. „Punkt-Sieg für Hamilton“, schien es kurz – doch Verstappen holte sich den Platz zurück. Das Rennen entwickelte sich zum Sechskampf: Piastri, Norris, Verstappen, Hamilton, Leclerc und Antonelli lagen eng beisammen.

In Runde 30 absolvierte Hamilton seinen zweiten Stopp – wieder als Erster der Führungsgruppe. Piastri folgte, doch in Runde 39 kam es zum Eklat: Der Australier wollte Carlos Sainz im Williams überrunden, doch der Spanier blockierte und es kam zur Berührung. Piastri schimpfte über Funk: „Geh mir aus dem Weg, du verdammter Idiot.“ Sainz ließ ihn auch danach nicht vorbei – erst nach 30 Sekunden (!) realisierte er die Situation. Der Zeitverlust sollte Piastri teuer zu stehen kommen.

Getriebeschaden bei Piastri – Norris profitiert

Nach Piastris Boxenstopp rutschte Norris plötzlich haarscharf vor dem Australier auf die Strecke und zog davon. Der Weltmeister schien auf dem Weg zum Sieg – doch für einen Doppeltriumph reichte es nicht. In Runde 56 wurde Piastri plötzlich langsamer. Alle Fahrer rauschten an ihm vorbei. Die Diagnose: Getriebeschaden. Feierabend für den Australier, der 20 Minuten zuvor noch wie der sichere Sieger aussah. „Was für ein Pech“, kommentierte die Boxengasse.

Virtuelles Safety-Car beschert Hamilton die Zehn-Sekunden-Strafe

Ein virtuelles Safety-Car brachte die nächste Wendung. Norris und Hamilton kamen an die Box – Norris behielt die Führung, Hamilton fiel hinter Verstappen und Antonelli auf Platz vier zurück. Nun musste der Ferrari-Pilot alles riskieren. Doch zu allem Überfluss verhängten die Rennkommissare eine Fünf-Sekunden-Strafe gegen Hamilton wegen zu schnellem Fahren in der Boxengasse. Das sicher geglaubte Podium war futsch. Hamilton wurde nur Fünfter – ein bitterer Tag für Ferrari.

Hülkenberg beschert Audi die ersten Punkte

Ganz andere Stimmung herrschte im Audi-Lager. Nico Hülkenberg holte im elften Rennen für die Ingolstädter die ersten Punkte: Platz neun bedeutete zwei Zähler. „Ein tolles Ergebnis für das Team“, freute sich der Deutsche. Damit zeigte Audi, dass der Aufwärtstrend anhält.

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Das Endergebnis des Großen Preises von Ungarn

1. Lando Norris (McLaren)
2. Max Verstappen (Red Bull)
3. Kimi Antonelli (Mercedes)
4. Charles Leclerc (Ferrari)
5. Lewis Hamilton (Ferrari)
6. Isack Hadjar (Red Bull)
7. George Russell (Mercedes)
8. Liam Lawson (Racing Bulls)
9. Nico Hülkenberg (Audi)
10. Arvid Lindblad (Racing Bulls)
11. Gabriel Bortoleto (Audi)
12. Pierre Gasly (Alpine)
13. Lance Stroll (Aston Martin)
14. Fernando Alonso (Aston Martin)
15. Franco Colapinto (Alpine)
16. Esteban Ocon (Haas)
17. Oliver Bearman (Haas)
18. Alexander Albon (Williams)
19. Carlos Sainz (Williams)
20. Oscar Piastri (McLaren) – DNF
21. Sergio Perez (Cadillac) – DNF
22. Valtteri Bottas (Cadillac) – DNF