Spaniens König Felipe VI. hat am Sonntag gemeinsam mit Königin Letizia eine Notunterkunft in der Gemeinde Villamanta besucht, in der Menschen untergebracht sind, die vor den verheerenden Waldbränden aus ihren Häusern fliehen mussten. Der Monarch beklagte, die Betroffenen hätten „viel“ verloren. „Gemeinsam haben wir ein Naturerbe von unschätzbarem Wert verloren“, sagte er.
Besuch in der Notunterkunft
Der in Jeans und ein lindgrünes Hemd gekleidete König zeigte sich betroffen von den Schicksalen der Menschen. Er sprach vom „Risiko“ durch die Feuer, sah aber auch „positive“ Zeichen bei der Bekämpfung der Waldbrände. Die Sportanlage in Villamanta, die derzeit als Notunterkunft dient, wurde zum Ort der Anteilnahme. König Felipe und Königin Letizia suchten das Gespräch mit den Evakuierten und sprachen ihnen Mut zu.
Wegen der beispiellosen Brände in der Umgebung der Hauptstadt Madrid sowie nahe der Stadt Valencia im Osten des Landes mussten insgesamt rund 75.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Die Behörden warnen vor starken Winden, die die Flammen weiter anfachen könnten. Löschflugzeuge aus Italien und Portugal unterstützen die spanischen Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung.
Unterstützung durch Fußball-Nationaltrainer
Neben dem Königspaar besuchte auch der Trainer der spanischen Fußball-Nationalmannschaft, Luis de la Fuente, von den Waldbränden vertriebene Menschen in Las Rozas, einer Gemeinde westlich von Madrid. Der Erfolgstrainer, der Spanien vor zwei Jahren zum EM-Titel und kürzlich in den USA zum WM-Titel geführt hatte, sagte dem Sender TVE: „Ich denke, wir alle müssen in diesen schwierigen, tragischen Momenten alles in unserer Kraft Stehende tun, um zu helfen.“
„Ich bin stolz darauf, hier sein und diese Momente mit Ihnen teilen zu können, denn das macht uns menschlicher“, fügte De la Fuente hinzu. „Sie, die Betroffenen, haben die Unterstützung von ganz Spanien, vom ganzen Land, genau wie wir, als wir Fußball gespielt haben.“ Der Besuch des Trainers unterstreicht die landesweite Solidarität mit den Opfern der verheerenden Feuer.
Auswirkungen der Waldbrände
Die Evakuierung von 75.000 Menschen ist eine der größten in der Geschichte Spaniens. Besonders betroffen sind die Regionen um Madrid und Valencia. Die anhaltende Trockenheit und starke Winde erschweren die Löscharbeiten erheblich. Die internationale Hilfe, darunter Löschflugzeuge aus Italien und Portugal, ist ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Brände. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben und Anweisungen zu befolgen. Die genauen Schäden und die Anzahl der zerstörten Gebäude sind noch nicht abschließend beziffert, doch die Bilder aus den betroffenen Gebieten zeigen eine apokalyptische Landschaft.
Der Königliche Besuch und die Worte De la Fuentes senden ein Signal der Hoffnung und des Zusammenhalts in einer Zeit großer Not. Die Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte arbeiten unermüdlich daran, die Brände unter Kontrolle zu bringen und weitere Evakuierungen zu vermeiden.



