Joshua Kimmich (31) war der letzte deutsche Nationalspieler, der das DFB-Quartier „Graylyn Estate“ in Winston-Salem verließ. Laut einem Bericht des „Spiegel“ harrte der Kapitän noch anderthalb Tage nach dem bitteren 1:2-Aus gegen Paraguay im Sechzehntelfinale aus, ehe er abreiste. Der Bayern-Star konnte und wollte sich nicht einfach in den Urlaub verabschieden.
Kimmich entschuldigte sich mehrfach beim DFB-Staff
Laut „Spiegel“ tauschte sich Kimmich intensiv mit dem DFB-Staff aus und fragte, ob noch etwas zu erledigen sei. Er entschuldigte sich „immer wieder für das Ausscheiden“. Ein vorbildlicher Kapitän, der nach schwachen Leistungen auf dem Platz und Ungereimtheiten innerhalb der Mannschaft nicht einfach gehen wollte.
Für Kimmich war es das fünfte große Turnier und die dritte WM – ohne Titel. Seine WM-Bilanz ist katastrophal: 2018 in Russland und 2022 in Katar scheiterte die DFB-Elf jeweils in der Vorrunde, nun im Sechzehntelfinale.
Kimmich: „Ich werde niemals aufgeben“
Direkt nach dem Ausscheiden stellte Kimmich klar, dass dies nicht das Ende seiner Nationalmannschafts-Karriere sei: „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist: aufgeben.“ Zwei Tage nach dem Aus richtete er sich via Instagram an die Fans: „Ich bin gerade einfach nur leer und mir ist überhaupt nicht danach, mich zu melden. Aber es gehört dazu, sich auch diesen Situationen zu stellen. Gemeinsam hatten wir vor, eine sehr erfolgreiche WM zu spielen, Deutschland würdig zu vertreten und einen kleinen Beitrag für eine positive Entwicklung in unserem Land zu leisten. Und wir sind gescheitert. Mal wieder. Und das macht mich fertig.“
Kimmich spielte nicht auf Wunschposition
Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) musste Kimmich als Rechtsverteidiger spielen, nicht auf seiner Wunschposition auf der Sechs. Dies trug möglicherweise zu den schwachen Leistungen bei.



