WM 2026: Tuchel in der Kritik, Argentinien lacht über Spickzettel
WM 2026: Tuchel in der Kritik, Argentinien lacht über Spickzettel

Nach dem Halbfinal-Aus gegen Argentinien (1:2) ist Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel massiver Kritik ausgesetzt. Die früheren Nationalspieler Wayne Rooney und Gary Lineker attackierten den Deutschen scharf. „Wenn man Messi und Argentinien erlaubt, dass sie auf einen zustürmen, dann sucht man förmlich nach Ärger. Die Wechsel, die wir vorgenommen haben, haben uns nicht geholfen. Ich bin am Boden zerstört“, sagte Rooney. Lineker bezeichnete es als „absolut unbegreiflich, dass man ausgerechnet gegen den besten Fußballspieler aller Zeiten die Taktik verfolgt, seine Spieler tief stehenzulassen“. Michael Owen fragte auf X: „Welche Botschaft sendet das aus? Solange wir nicht verstehen, dass Mut und Courage bedeuten, unter Druck den Ball in den eigenen Reihen zu halten und das Spiel zu kontrollieren – statt den Ball einfach 40 Meter nach vorn zu schlagen oder zu köpfen –, wird das Ergebnis immer dasselbe sein.“

Pickfords Spickzettel wird zum Lacher der Argentinier

Jordan Pickford war auf alles vorbereitet – nur nicht darauf, dass sein Elfmeter-Spickzettel nach dem WM-Aus ausgerechnet die Argentinier zum Lachen bringen würde. Auf seiner Trinkflasche klebte ein Zettel mit Notizen, in welche Ecke die einzelnen argentinischen Schützen bevorzugt schießen – und wohin Pickford entsprechend springen wollte. Lionel Messi und mehrere Mitspieler studierten neugierig den umsonst geschriebenen Spickzettel, lachten und reichten die Flasche untereinander weiter. Der Fitnesstrainer der Argentinier, Luis Martin, teilte ein entsprechendes Bild auf Instagram und schrieb spöttisch: „Schade, dass wir nicht denselben Plan hatten.“ Später löschte er den Beitrag.

Kane lässt Zukunft offen, Schweinsteiger schlägt van Gaal vor

Stürmerstar Harry Kane hat offen gelassen, ob er in vier Jahren einen weiteren Anlauf auf den WM-Titel mit England starten will. „Ich will mir keine Grenzen setzen“, betonte der 32-Jährige nach der Partie. Der frühere Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger kann sich unterdessen Louis van Gaal als Bundestrainer vorstellen. „Also wenn Louis van Gaal gesundheitlich die Energie hat, ja, hundertprozentig. Der würde auch gut passen. Das ist einer, der kann etwas Neues aufbauen und hat eine Struktur“, sagte Schweinsteiger in der ARD.

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Prinz William: Enttäuscht und stolz

Der britische Thronfolger Prinz William schrieb auf X: „Extrem enttäuscht. England, ihr habt alles gegeben, und wir sind alle so stolz auf euch.“ Er bedankte sich bei allen Beteiligten „auf und neben dem Platz für ein unglaubliches Turnier“. Tuchel soll trotz des Scheiterns weiter das Vertrauen des englischen Verbands FA haben. Es werde erwartet, dass der deutsche Coach das Team auch zur Heim-EM 2028 führen werde, schrieb die BBC.

Argentinien droht Strafe wegen Falkland-Banner

Inmitten der Siegesfeier zeigten argentinische Spieler ein Plakat mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“). Der Weltverband FIFA verbietet rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team droht damit eine Strafe. Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Inseln vor der Küste Argentiniens geführt, bei dem rund 1000 Soldaten starben.

WM-Finale: Spanien wartet, Halbzeitshow mit Stars

Argentinien trifft im Finale am Sonntag auf Europameister Spanien, der sich im Halbfinale mit 2:0 gegen Frankreich durchsetzte. Die Halbzeitpause im Finale soll Medienberichten zufolge wegen einer großen Show länger als die üblichen 15 Minuten dauern. In der Halbzeitshow sollen Mega-Prominente wie Shakira, Madonna, Justin Bieber und BTS auftreten. Das ZDF und MagentaTV haben angekündigt, die Show zu zeigen.

Ausschreitungen in Frankreich nach Halbfinal-Niederlage

Nach Frankreichs Niederlage gegen Spanien kam es in 183 Städten zu Konfrontationen mit der Polizei. 342 Menschen wurden festgenommen, 688 Einsatzkräfte wurden mit Feuerwerkskörpern beschossen. In Grenoble wurde ein 49-Jähriger erschossen, die Polizei vermutet einen Bandenkrieg als Hintergrund.

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