Richard Carapaz hat die 18. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Ecuadorianer setzte sich bei der Bergankunft in Orciéres-Merlette als Ausreißer durch und feierte seinen ersten Tagessieg bei dieser Tour. Hinter ihm belegte der Schweizer Mauro Schmid den zweiten Platz, der US-Amerikaner Matteo Jorgenson wurde Dritter.
Pogacar spart Kräfte für die Alpen
Tadej Pogacar, der Gesamtführende, kam als 13. ins Ziel und verzichtete bewusst auf eine Attacke. Sein Team UAE Team Emirates zeigte sich angeschlagen: Mehrere Helfer konnten den Slowenen nicht unterstützen, Brandon McNulty gab das Rennen entkräftet auf. „Er war 50 Kilometer alleine“, wurde über das Team-Radio durchgesagt. Bereits am Vortag hatte Adam Yates mit Magenproblemen zu kämpfen.
Gesamtwertung: Pogacar weiter vorn
In der Gesamtwertung führt Pogacar weiterhin mit 4:32 Minuten Vorsprung vor dem Belgier Remco Evenepoel. Dritter ist Pogacars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko mit 6:51 Minuten Rückstand. Der Slowene strebt am Sonntag in Paris seinen fünften Tour-Gesamtsieg an, sofern er gesund bleibt.
Schwere Alpen-Etappen stehen bevor
Die 18. Etappe über 185,2 Kilometer von Voiron nach Orcières-Merlette umfasste 3.900 Höhenmeter. Am Samstag folgt die Königsetappe mit 5.650 Höhenmetern und drei Anstiegen der höchsten Kategorie nach Alpe d'Huez. Am Freitag steht eine etwas leichtere Etappe über 127,9 Kilometer von Gap nach Alpe d'Huez an. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Paris.
Deutscher Meister in der Spitzengruppe
Felix Engelhardt präsentierte sich im deutschen Meistertrikot in einer Spitzengruppe, fiel aber später zurück. Die Profis konnten lange keinen deutlichen Abstand zum Hauptfeld herstellen, bevor sich die Ausreißer durchsetzten.



