Bartłomiej Kubkowski hat Geschichte geschrieben: Als erster Mensch schwamm der polnische Extremsportler von Schweden nach Polen – 160 Kilometer durch die Ostsee. Er benötigte für die Strecke 55 Stunden und sammelte dabei rund 185.000 Euro für die Krebshilfe-Stiftung „Cancer Fighters“.
Einmal quer durch die Ostsee
Der 31-Jährige startete am Freitag im schwedischen Kaseberga und erreichte am Sonntagabend völlig erschöpft den polnischen Ort Dziwnow, östlich von Swinemünde. Sein Team dokumentierte den historischen Moment mit Videoaufnahmen, die den Sportler beim Wanken an Land zeigen.
Während der mehr als zwei Tage dauernden Durchquerung kämpfte Kubkowski gegen Wellen, Wind und Kälte. Er berührte das Begleitboot nicht, ging nirgends an Land und ruhte sich auch nicht aus. Seine Verpflegung – Essen und Trinken – wurde ihm von Begleitern auf Spießen gereicht. In der zweiten Nacht litt er zeitweise unter Halluzinationen, wie sein Team auf Instagram mitteilte. Doch unter dem Jubel seiner Fans erreichte er das Ziel.
Rekord mit Herz
Die Aktion mit dem Namen „Ultra Baltic Swim“ diente nicht nur dem sportlichen Ehrgeiz, sondern auch einem guten Zweck. Die Spenden in Höhe von umgerechnet 185.000 Euro gehen an die Stiftung Cancer Fighters, die Krebspatienten unterstützt. „Ich bin überglücklich, dass ich das geschafft habe und gleichzeitig so viel Geld für den guten Zweck zusammenkommen konnte“, sagte Kubkowski nach seiner Ankunft. Sein Spitzname „Robbe“ erwies sich einmal mehr als treffend.
Der Erfolg des Polen reiht sich ein in eine Serie außergewöhnlicher Leistungen im Extremschwimmen. Erst kürzlich durchquerte die deutsche Schwimmerin Pohl als erste Frau die „Ocean’s Seven“-Herausforderung. Und auch der Extremschwimmer André Wiersig hat mit seinen Durchquerungen international für Aufsehen gesorgt.
Herausforderungen im offenen Wasser
Die Ostsee ist für Schwimmer eine besondere Herausforderung: kalte Temperaturen, wechselhafte Strömungen und die enorme Distanz erfordern nicht nur körperliche Höchstleistungen, sondern auch mentale Stärke. Kubkowski trotzte diesen Bedingungen mit beeindruckender Entschlossenheit.
Sein Team unterstützte ihn rund um die Uhr, versorgte ihn mit Energie und motivierte ihn in den schwierigsten Momenten. Die Halluzinationen in der zweiten Nacht zeigen, wie extrem die Belastung für den Körper war. Trotzdem gab der 31-Jährige nicht auf – ein Beweis für seinen unbändigen Willen.
Bedeutung für den Sport
Mit dieser Leistung hat Kubkowski nicht nur einen Rekord aufgestellt, sondern auch die Aufmerksamkeit auf den Extremschwimmsport gelenkt. Die Durchquerung der Ostsee gilt als eine der anspruchsvollsten Strecken der Welt. Sein Erfolg könnte andere Athleten inspirieren, ähnliche Herausforderungen anzunehmen.
Die Spendenaktion zeigt zudem, dass Sport und soziales Engagement sich hervorragend verbinden lassen. Die Stiftung Cancer Fighters erhält dringend benötigte Mittel für ihre Arbeit. Kubkowski plant bereits weitere Aktionen, um noch mehr Menschen zu helfen und den Sport weiter zu fördern.



