Deutsch-amerikanische Freundschaft auf dem Golfplatz in Berlin-Wannsee
Deutsch-amerikanischer Freundschaftspokal in Wannsee

Am vergangenen Wochenende fand im Golfclub Wannsee der 31. Deutsch-Amerikanische Freundschaftspokal statt. 120 Golfer, darunter mehr als 40 Angehörige der US-Botschaft, traten in gemischten deutsch-amerikanischen Teams an. Der Wettbewerb erinnert an die Zeit der Alliierten in Berlin und pflegt die seit 1994 bestehende Tradition. Das Sternenbanner wehte vor dem Clubhaus und begrüßte die Teilnehmer zu einem Turnier, das weit über den Sport hinausgeht.

Historische Wurzeln und diplomatische Gegenwart

Der Golfclub Wannsee, 1895 gegründet und damit ältester Golfclub Deutschlands, ist eng mit der Berliner Nachkriegsgeschichte verbunden. Nach 1945 beanspruchte die US-Armee einen Teil der 27-Loch-Anlage als „Recreation Center“ und gründete dort einen eigenen Golfclub. Deutsche Golfer wurden zu Wettspielen eingeladen, Freundschaften entstanden beim Sport und geselligen Beisammensein. Mit dem Abzug der US Army 1994 fiel die gesamte Anlage an den deutschen Club zurück. Die freundschaftliche Verbundenheit blieb jedoch bestehen und wird seither mit diesem Pokal gepflegt.

Turnier im Zeichen der Verbundenheit

Gespielt wurde im Vierer-Scramble-Modus, bei dem jeweils ein deutscher und ein amerikanischer Golfer ein Team bildeten. „Uns gefällt es sehr gut in Berlin, unsere Kinder gehen auf die Kennedy-Schule, meine Frau ist Deutsche. Wir wollen auch nach dem Ende meiner Dienstzeit in Berlin bleiben“, erzählte Mike, ein Flightpartner aus den USA. An der Halfway-Station gab es frisch gegrillte Hamburger, Hot Dogs und Pommes sowie eiskaltes Coors Light Bier – kulinarische Reminiszenz an die amerikanische Präsenz. Sergeant Gunny empfing die Spieler am 18. Grün mit einem Handtuch als Turnier-Souvenir.

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Bei der abendlichen Preisverleihung auf der Terrasse betonte Colonel John Myers die Bedeutung des Events: „Diplomatie findet nicht nur in Konferenzsälen statt, Vertrauen und Verständnis entstehen bei gemeinsamen Erlebnissen auf einer Golfrunde.“ Seine Worte unterstrichen den übergeordneten Zweck des Turniers: echte Begegnungen jenseits offizieller Protokolle.

Sieger und Stifter der Freundschaft

Gewinner des Freundschaftspokals wurde das Team mit Sven Jahn (verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion), Oberst Rainer Käsbauer (Bundeswehr), Brian Kreitlow und Andrew Lupo (beide US-Botschaft). Als Preise erhielten sie Greenfee- und Hotelgutscheine für das Golfresort Bad Saarow. Club-Manager Michael Siebold dankte der US-Botschaft sowie den Initiatoren und Sponsoren Gerd-Peter Huber, Christian Pepper und Marc Richardson für ihre Unterstützung. Den rot-weiß-blauen Blumenschmuck stiftete wie in den Vorjahren der Blumengroßhändler Roy Ramsaroop – ein weiteres Symbol der transatlantischen Verbundenheit.

Beim anschließenden Grillbuffet wurden neue Kontakte geknüpft und bestehende aufgefrischt. In einem waren sich alle Teilnehmer einig: Echte Freundschaft übersteht auch schwierige Zeiten – damals wie heute. Der 31. Freundschaftspokal hat dies eindrucksvoll bestätigt.

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