Marzahn-Hellersdorf: Beste und schlechteste Schulausstattung Berlins nur Kilometer auseinander
Marzahn-Hellersdorf: Extreme Schulausstattung nahe beieinander

Ein Bezirk voller Gegensätze

Marzahn-Hellersdorf ist ein Bezirk der Gegensätze. Das gilt auch für die Versorgung der Bildungseinrichtungen: Sowohl die prozentual am besten mit Lehrkräften ausgestattete Schule als auch die am schlechtesten versorgte Schule liegen im Nordosten Berlins. Das geht aus der Antwort der Senatsbildungsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des AfD-Abgeordneten Tommy Tabor hervor. Die genauen Namen der Schulen wurden nicht veröffentlicht, doch die Daten zeigen ein extremes Gefälle innerhalb weniger Kilometer.

Die Spitzenreiter-Schule

Eine Schule in Marzahn-Hellersdorf kann sich über eine überdurchschnittliche Lehrerversorgung freuen. Sie führt die Berliner Statistik an und liegt prozentual weit über dem städtischen Durchschnitt. Die genauen Zahlen wurden in der Antwort nicht genannt, aber die Platzierung spricht für sich. Die Schule profitiert offenbar von ihrer Lage und besonderen Maßnahmen zur Personalgewinnung.

Das Schlusslicht

Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich die Schule mit der schlechtesten Lehrerversorgung Berlins. Sie belegt den letzten Platz im Ranking. Die Senatsverwaltung bestätigte, dass diese Schule besonders unter Personalmangel leidet. Dies sei ein langjähriges Problem, das durch strukturelle Herausforderungen im Bezirk verstärkt werde.

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Gründe für das Gefälle

Marzahn-Hellersdorf gilt seit Jahren als Sorgenkind bei der Lehrkräfteversorgung. Der Bezirk hat mit sozialen Brennpunkten und einer hohen Anzahl von Schülern mit Migrationshintergrund zu kämpfen. Zudem ist die Gegend für Lehrkräfte weniger attraktiv als zentrumsnahe Lagen. Die unterschiedliche Ausstattung der Schulen wird auf verschiedene Faktoren zurückgeführt: die Schulleitung, die Ausstattung, die Schulform und die Unterstützung durch den Senat. Die Bildungsverwaltung teilte mit, dass sie gezielt versuche, die schlecht versorgten Schulen zu stärken, unter anderem durch zusätzliche Stellen und Prämien.

Politische Reaktionen

Der AfD-Abgeordnete Tommy Tabor, der die Anfrage gestellt hatte, kritisierte die Unterschiede als untragbar. Er forderte eine gerechtere Verteilung der Lehrkräfte und mehr Transparenz bei der Personalplanung. Die Senatsverwaltung wies darauf hin, dass man die Situation kontinuierlich beobachte und Maßnahmen ergreife. Die Opposition forderte einen Masterplan für Marzahn-Hellersdorf, um die Bildungsqualität zu verbessern.

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