Serena Williams: Comeback in London, dann auch in Berlin?
Serena Williams: Comeback in London, dann Berlin?

Die Tenniswelt feiert die Rückkehr einer Legende: Serena Williams hat ihr Comeback im Profi-Tennis angekündigt. Rund vier Jahre nach ihrem Rücktritt bei den US Open 2022 wird die 44-jährige US-Amerikanerin in der kommenden Woche beim WTA-Turnier in London im Doppel antreten. Die Veranstalter gaben bekannt, dass die 23-malige Grand-Slam-Siegerin eine Wildcard erhalten hat. „Die Königin kehrt zurück“, verkündeten sie in den sozialen Medien.

Williams: „Der Queen’s Club ist der perfekte Ort“

In einer Erklärung zeigte sich Williams voller Vorfreude: „Der Queen’s Club fühlt sich wie der perfekte Ort an, um dieses nächste Kapitel zu beginnen. Auf Rasen habe ich einige der bedeutendsten Momente meiner Karriere erlebt, und ich freue mich darauf, wieder auf einer der ikonischsten Bühnen des Sports anzutreten.“ Zeitgleich veröffentlichte sie ein Video auf Instagram, in dem sie auf einem Tennisplatz zu sehen ist und ihr Handy in die Hand nimmt, begleitet von dem Kommentar: „Ich schätze, ihr habt alle schon die Neuigkeiten gehört.“ In London wird Williams an der Seite der Kanadierin Victoria Mboko spielen.

WTA-Chefin: „Eine der größten Athletinnen aller Zeiten“

Die WTA-Vorsitzende Valerie Camillo zeigte sich begeistert: „Serena ist eine der größten Athletinnen aller Zeiten, deren Vermächtnis weit über den Tennisplatz hinausreicht. Ihre Rückkehr ist Ausdruck ihrer Leidenschaft für den Wettbewerb, und ich kann es kaum erwarten, sie gegen eine neue Generation von Spitzenspielerinnen antreten zu sehen.“ Auch Tennislegende Martina Navratilova lobte die Rückkehr: „Serena hat das Spiel auf ein neues Niveau gehoben, und es ist großartig für den Sport, dass sie weiterhin Grenzen verschiebt und zurückkehrt.“ Navratilova war zuvor die älteste ehemalige WTA-Weltranglistenerste, die nach dem Karriereende ein Comeback wagte – im Alter von 43 Jahren und 10 Monaten.

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Plant Williams auch einen Auftritt in Berlin?

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur plant Williams, in der Folgewoche auch in Berlin aufzuschlagen. Beide Turniere dienen als Vorbereitung auf den Rasen-Klassiker von Wimbledon Ende Juni. Es ist wahrscheinlich, dass die frühere Weltranglistenerste auch an der Church Road, wo sie siebenmal im Einzel triumphierte, antreten wird. Williams war 319 Wochen die Nummer 1 der Welt und gewann insgesamt 73 Titel auf der WTA-Tour – den letzten im Januar 2020 in Auckland. Viele Experten halten sie für die beste Tennisspielerin der Geschichte, auch wenn die Australierin Margaret Court einen Major-Titel mehr auf dem Konto hat.

Comeback-Gerüchte: Erst Dementi, dann Ausweichen

Bereits vor Monaten war bekannt geworden, dass Williams von der International Tennis Integrity Agency in den internationalen Dopingkontrollpool aufgenommen wurde. Ein Comeback bei einem offiziellen Turnier ist erst nach sechs Monaten im Testpool möglich – dies war Medienberichten zufolge ab dem 22. Februar der Fall. Nach den ersten Comeback-Gerüchten hatte Williams zunächst klarstellend reagiert: „Oh mein Gott, Leute, ich komme NICHT zurück. Dieses Lauffeuer ist verrückt“, schrieb sie auf der Plattform X. Später drückte sie sich in einer Fernsehshow jedoch vage aus: „Das ist weder ein Ja noch ein Nein. Ich weiß es nicht, ich werde einfach abwarten, was passiert.“

Ihre Schwester Venus ist sporadisch noch auf der Tennis-Tour aktiv. Bei den Australian Open im Januar war die 45-Jährige mit einer Wildcard angetreten, schied jedoch in der ersten Runde aus. Nun richtet sich der Fokus auf Serena Williams, die mit ihrem Comeback neue Maßstäbe setzen könnte.

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