Alexander Zverev steht zum ersten Mal in seiner Karriere im Finale von Wimbledon. Der 29-jährige Deutsche besiegte im Halbfinale den britischen Außenseiter Arthur Fery mit 7:6 (7:0), 6:2, 6:4 und zog damit als erst fünfter Deutscher in das Endspiel des berühmtesten Rasenturniers der Welt ein. Zverev, der vor rund einem Monat mit dem Sieg bei den French Open seinen ersten Major-Titel gewann, zeigte sich auf dem heiligen Rasen des All England Clubs in überragender Form.
Dominanter Auftritt gegen Außenseiter
Gegen den 22-jährigen Briten Arthur Fery, der als Qualifikant ins Turnier gestartet war und für eine der größten Überraschungen des Turniers gesorgt hatte, ließ Zverev von Beginn an keinen Zweifel an seinem Sieg aufkommen. Nach 2 Stunden und 13 Minuten verwandelte der French-Open-Sieger seinen ersten Matchball. Besonders im Tiebreak des ersten Satzes zeigte Zverev seine Klasse und gewann diesen mit 7:0. Auch in den folgenden Sätzen ließ der Deutsche dem Außenseiter keine Chance und zog souverän ins Finale ein.
Historischer Erfolg für deutsches Tennis
Mit seinem Einzug ins Finale schreibt Zverev deutsches Tennisgeschichte. Er ist der erste deutsche Spieler seit Michael Stich im Jahr 1991, der in Wimbledon das Endspiel erreicht. Stich gewann damals den Titel. Insgesamt ist Zverev der fünfte Deutsche, der in Wimbledon im Finale steht – nach Gottfried von Cramm, Boris Becker, Steffi Graf und Michael Stich. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier im Finale zu stehen. Wimbledon ist das prestigeträchtigste Turnier der Welt, und ich bin überglücklich, dass ich mir diesen Traum erfüllt habe“, sagte Zverev nach dem Halbfinale.
Finalgegner noch unbekannt
Der Gegner von Alexander Zverev im Finale steht noch nicht fest. Im zweiten Halbfinale treffen der Weltranglistenerste Carlos Alcaraz aus Spanien und der italienische Vorjahressieger Jannik Sinner aufeinander. Unabhängig vom Ausgang dieses Spiels wird Zverev als Außenseiter in das Endspiel gehen. Doch der Deutsche hat in diesem Jahr bereits bewiesen, dass er auf dem höchsten Niveau mithalten kann – sein French-Open-Sieg war der erste Grand-Slam-Titel seiner Karriere. „Ich werde alles geben, um auch hier zu gewinnen. Das wäre der perfekte Sommer“, so Zverev.
Zverevs Weg ins Finale
Der Weg des 29-Jährigen ins Finale war beeindruckend. Zverev musste auf dem Weg ins Endspiel keinen Satz abgeben. Im Viertelfinale besiegte er den Polen Hubert Hurkacz mit 6:4, 7:6, 6:3, im Achtelfinale den Russen Daniil Medwedew mit 6:2, 6:4, 6:1. Insgesamt präsentierte sich Zverev in Wimbledon in bestechender Form und ließ vor allem seine Aufschlagstärke und sein variables Spiel auf dem Rasen aufblitzen.
Blick auf das Finale
Das Finale von Wimbledon findet am Sonntag statt. Für Zverev wäre der Sieg in Wimbledon der zweite Grand-Slam-Titel seiner Karriere – und der zweite in diesem Jahr. „Ich fühle mich bereit für das Finale. Die vergangenen Wochen haben mir gezeigt, dass ich auf dem höchsten Niveau spielen kann. Ich werde alles geben, um den Pokal zu holen“, sagte Zverev. Das deutsche Tennis fiebert dem Finale entgegen und hofft auf den ersten Wimbledon-Sieg eines Deutschen seit Michael Stich 1991.



