Christopher Nolan: Ohne Smartphone – „furchtbar süchtig“
Christopher Nolan: Ohne Smartphone – „furchtbar süchtig“

Hollywood-Regisseur Christopher Nolan hat in der US-Talkshow „Tonight Show“ mit Jimmy Fallon offenbart, warum er konsequent auf ein Smartphone verzichtet. „Ich glaube, ich wäre furchtbar süchtig danach, wenn ich es hätte“, sagte der 55-jährige Filmemacher. Die fehlenden Zeitfenster, in denen man einfach vor sich hin denke, seien ihm sehr wichtig. „Du weißt schon, einfach nur aus dem Fenster schauen und nachdenken – darüber, wie der nächste Film vielleicht aussehen könnte“, erklärte Nolan.

Kein Smartphone, kein E-Mail-Postfach

Auf Fallons Frage, ob es stimme, dass er weder ein Smartphone noch eine E-Mail-Adresse besitze, antwortete Nolan kurz und knapp: „Wahr.“ Stattdessen nutze er lediglich ein einfaches Klapphandy, das er auf Reisen mitnehme. Der Regisseur von Blockbustern wie „Interstellar“, „Oppenheimer“ und dem aktuellen Projekt „Die Odyssee“ verzichtet bereits seit Langem auf moderne Kommunikationsmittel.

Bereits 2015 hatte Nolan dem Magazin „The Hollywood Reporter“ erklärt: „Es steht immer jemand in meiner Nähe, der mir auf die Schulter klopfen und mir ein Telefon in die Hand drücken kann, falls es nötig ist.“ Diese Aussage unterstreicht seine bewusste Entscheidung, sich nicht ständig digital erreichen zu lassen.

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Ungewöhnliche Anwerbung für „Die Odyssee“

Auch „Die Odyssee“-Star Matt Damon berichtete kürzlich von einer ungewöhnlichen Erfahrung mit Nolan. Für seine Rolle sei er auf eine Weise angeworben worden, die perfekt zu Nolans Smartphone-Verzicht passt. Zunächst habe Nolans Ehefrau und Produzentin Emma Thomas ihm per Nachricht einen Anruf angekündigt. Dann sei Damon von einer unbekannten Nummer angerufen worden – Nolan hatte einfach zu irgendeinem freien Telefon in den Universal Studios gegriffen, wie Damon dem Branchenblatt „People“ erzählte.

Nolan selbst betont immer wieder, dass der Verzicht auf Smartphones und E-Mails für ihn ein wichtiger Bestandteil seiner kreativen Arbeit sei. Die ungestörten Momente des Nachdenkens und der Muße seien essenziell für die Entwicklung seiner Filme.

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