Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger
Die Google Nest Cam Indoor (3. Generation) ist der Testsieger im aktuellen ntv-Produkt-Check. Sie liefert das klarste Bild bei Tageslicht und die beste Nachtsicht. Zudem steht sie sehr stabil und meldet Vorfälle zuverlässig. Die Kamera ist für feste Kontrollpunkte wie Flure oder Essbereiche konzipiert. Als Preis-Leistungs-Sieger wurde die Tapo C225 ausgezeichnet. Sie ist deutlich günstiger als viele Konkurrenten, bietet ordentliche Bilder, Schwenk- und Neigefunktionen sowie lokale Speicherung. Die Tapo eignet sich für größere Räume und wechselnde Blickrichtungen.
Testablauf und Kriterien
Alle Kameras wurden im selben Raum getestet. Eine typische Situation wurde simuliert: Eine Person öffnet die Tür, betritt den Raum, schaut sich kurz um und geht wieder. Geprüft wurden die Zuverlässigkeit der Meldung, der Startzeitpunkt des Clips und die Erkennbarkeit der Person. Bewertet wurden Bildqualität bei Tag und Nacht, Benutzerfreundlichkeit, Ausstattung und Features wie Auflösung, Sichtfeld, Speichermöglichkeiten, Ereigniserkennung, Privatsphäre und Smart-Home-Integration.
Google Nest Cam Indoor im Detail
Die Google Nest Cam ist das kleinste Modell im Test. Ihr Fuß ist auffällig schwer, wodurch sie auch auf kleiner Fläche stabil steht. Bei Tageslicht zeigt sie natürliche Farben und viel Schärfe, bei Gegenlicht schneidet sie am besten ab. Auch nachts bleiben Gesicht, Kleidung und Hintergrund klar sichtbar. Die App ist reduziert, es gibt kaum Einstellmöglichkeiten. Die Kamera lässt sich nicht per App schwenken, manuelle Aufnahmen sind nicht möglich. Die Auflösung beträgt 2K (2560 x 1440 Pixel), das Sichtfeld 152 Grad diagonal. Ereignisse der letzten sechs Stunden sind kostenlos sichtbar, ein längerer Videoverlauf erfordert ein Abo ab etwa 10 Euro pro Monat. Die Erkennung umfasst Bewegung, Personen, Tiere und Fahrzeuge. Es gibt keine mechanische Abdeckung, aber ein Statuslicht und ein abschaltbares Mikrofon.
Tapo C225 – Preis-Leistungs-Sieger
Die Tapo C225 ist beweglich und benötigt etwas mehr Platz als die Nest Cam. Sie steht stabil auf dem Sideboard, auch beim Schwenken. Der Blickwinkel lässt sich per App verändern, die Kamera kann Objekte verfolgen. Bei Tageslicht zeigt sie eine ordentliche Leistung, jedoch nicht so natürlich wie die Google-Cam. Nachts bleibt das Bild brauchbar, erreicht aber nicht die Detailtiefe von Google und eufy. Die App ist verständlich, das manuelle Schwenken erfolgt über Pfeiltasten. Die Kamera meldet zuverlässig und startet die Aufnahme früh genug. Die Auflösung beträgt 2K mit 4 Megapixeln, Schwenken 360 Grad, Neigen 149 Grad. Speicherung erfolgt auf Speicherkarte bis 512 GB oder in der Cloud. Ein Abo kostet ab 9 Euro pro Jahr. Die Erkennung umfasst Bewegung, Personen, Haustiere, Fahrzeuge, Babyweinen, Bellen, Miauen, Glasbruch und Manipulation. Ein Ruhemodus fährt die Linse ins Gehäuse.
Weitere getestete Modelle
Die eufy Innenkamera E30 überzeugt mit starker Nachtsicht, steht aber weniger stabil. Bei Tageslicht zeigt sie blasse Farben und Schwierigkeiten mit Gegenlicht. Die App-Bedienung ist angenehm, das Mitdrehen erfolgt ruckelig. Die Ring Pan-Tilt Indoor Cam ist beweglich, verfolgt Personen aber nicht automatisch. Bei Tageslicht wirkt das Bild satt und scharf, Gegenlicht macht Probleme. Die Xiaomi Smart Camera C500 Pro bietet viele Funktionen und eine angenehme Touch-Steuerung, die Bildqualität und Personenverfolgung sind jedoch schwächer. Die Reolink E1 Zoom enttäuscht bei Bildschärfe und Nachtsicht, bietet aber eine optische Vergrößerung.
Fazit: Fester Blickwinkel oder Schwenkfunktion?
Ein fester Blickwinkel reicht für klar definierte Bereiche wie eine Wohnungstür oder einen Flur aus. Schwenken und Neigen lohnt sich in größeren Räumen oder bei wechselnden relevanten Bereichen. Die automatische Personenverfolgung funktioniert im Test nicht immer sauber, vergrößert aber den überwachten Bereich.



