Der neue IOC-Zuschuss von 10.000 Dollar für jeden Olympia-Teilnehmer soll auch Sport-Millionären aus Fußball, Tennis und anderen Sportarten angeboten werden. „Sie sind berechtigt, dieses Geld zu empfangen. Sie entscheiden, wie sie damit umgehen. Wir wollen, dass auch sie gewürdigt werden“, sagte Pau Gasol, der Vorsitzende der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees, am Rande des IOC-Sondergipfels in Lausanne.
Gasol mahnt zur Bedacht
„Sie sollten das mit Bedacht nutzen“, mahnte Gasol. Der frühere Basketball-Star aus Spanien, selbst einst Großverdiener in der NBA, wies darauf hin, dass jeder Sportler die Prämie auch spenden oder ablehnen könnte. Diese Möglichkeit stehe auch hoch bezahlten Fußballprofis, Tennis-Millionären oder Ski-Stars offen. Nicht abgerufene Zuschüsse verbleiben im Fonds des IOC und sollen zukünftigen Sportler-Generationen zugutekommen.
IOC stellt 140 Millionen Dollar bereit
Der Ringe-Zirkel hatte am Mittwoch nach jahrzehntelanger Ablehnung von Preisgeldern bei Olympia entschieden, künftig allen Spiele-Teilnehmern umgerechnet 8.800 Euro zu zahlen. „Das ist ein fantastischer Moment, ein historischer Moment für alle Olympioniken“, betonte Gasol. Es seien monatelange Verhandlungen mit der IOC-Finanzabteilung vorangegangen.
Beantragung über Athlete365
Die Athletinnen und Athleten müssen den Zuschuss über die Plattform „Athlete365“ beantragen. Alle Teilnehmer der Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo haben bereits Anspruch auf das Geld. Laut IOC-Präsidentin Kirsty Coventry werde es rund sechs Monate dauern, bis alle Anträge bearbeitet sind. Das IOC stellt alle vier Jahre 140 Millionen Dollar (rund 123 Millionen Euro) bereit.
Auszahlung über NOKs
Der Zuschuss wird über die Nationalen Olympischen Komitees ausgezahlt. Die NOKs müssen nachweisen, dass die Sportlerinnen und Sportler die volle Summe erhalten haben.



