Der US-Halbleiterhersteller Micron Technology hat dank der hohen Nachfrage nach Speicherchips für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) mit seinem Umsatzausblick die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 50 Milliarden Dollar, plus oder minus eine Milliarde, wie es am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten laut Daten des Finanzdienstes LSEG im Schnitt mit 43,6 Milliarden Dollar gerechnet.
Rekordzahlen im dritten Quartal
Auch im abgelaufenen dritten Quartal übertraf Micron die Prognosen: Die Erlöse beliefen sich auf 41,5 Milliarden Dollar, während Analysten mit 35,9 Milliarden gerechnet hatten. Der bereinigte Gewinn lag mit 25,11 Dollar je Aktie mehr als 13-mal so hoch wie vor Jahresfrist. Anleger reagierten mit Erleichterung, nachdem zuletzt immer wieder Sorgen über ein nahendes Ende des KI-Booms aufgekommen waren. Die Micron-Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um rund 15 Prozent zu.
Branche kann Bedarf nicht decken
Micron beliefert mit seinen Speicherchips Technologiekonzerne wie Nvidia. Das Unternehmen aus Boise im Bundesstaat Idaho produziert insbesondere sogenannten Dram-Speicher, der in Servern und Smartphones steckt, sowie Flash-Speicher etwa für USB-Sticks. Die hohe Nachfrage nach KI-Anwendungen treibt den Bedarf an diesen Komponenten, und die Branche kämpft mit Kapazitätsengpässen.
Laut Unternehmensangaben ist Micron gut positioniert, um von diesem Trend zu profitieren. Der starke Ausblick unterstreicht die anhaltende Dynamik im KI-Sektor, die auch anderen Halbleiterherstellern zugutekommt. Experten erwarten, dass die Nachfrage nach Speicherchips in den kommenden Jahren weiter steigen wird, angetrieben durch Rechenzentren und KI-gestützte Anwendungen.



