Das neue automatisierte Einreisesystem der Europäischen Union, das Entry-Exit-System (EES), verursacht an Flughäfen erhebliches Chaos. Fluggesellschaften und Fluggäste aus dem EU-Ausland kämpfen mit den Folgen. Reisende verpassen ihre Flüge, Gepäck bleibt zurück. Die Branche schlägt Alarm.
Erste Warnungen bereits im Februar
Bereits Mitte Februar hatte der europäische Airlineverband A4E an EU-Innenkommissar Magnus Brunner geschrieben und vor massiven Problemen gewarnt. Für Juli und August drohten Wartezeiten von bis zu vier Stunden, hieß es in dem Schreiben. Diese Befürchtungen haben sich nun bestätigt. Das Verfahren bringt Fluggäste zur Verzweiflung und bringt die Flugpläne durcheinander.
Auswirkungen auf den Reiseverkehr
Das EES-System ist für Bürger aus Drittstaaten gedacht, die in die EU einreisen. Es soll die Grenzkontrollen automatisieren und beschleunigen. Doch die Realität sieht anders aus: Lange Wartezeiten an den Kontrollpunkten führen dazu, dass Passagiere ihre Anschlussflüge verpassen. Zudem bleibt Gepäck zurück, was zu weiteren Verzögerungen und Frustration führt.
Ein Sprecher der A4E erklärte: „Das kann noch richtig heftig werden. Wir haben die Behörden frühzeitig gewarnt, aber die Umsetzung ist mangelhaft.“ Die Airlines fordern schnelle Lösungen, um den Reiseverkehr nicht weiter zu beeinträchtigen.
Branche fordert Nachbesserungen
Die Fluggesellschaften appellieren an die EU-Kommission, das System zu überarbeiten. Insbesondere die mangelnde Vorbereitung an den Flughäfen und die unzureichende Schulung des Personals werden kritisiert. Ohne schnelle Maßnahmen droht ein chaotischer Sommerreiseverkehr.



