WhatsApp plant eigenen Cloud-Speicher für Backups – 2 GB kostenlos
WhatsApp testet eigenen Cloud-Speicher für Backups

WhatsApp testet eigenen Cloud-Speicher für Backups

WhatsApp arbeitet an einem eigenen Cloud-Speicher für Backups. Backups helfen, WhatsApp-Chats beim Smartphone-Wechsel wiederherzustellen. Große Foto- und Video-Dateien machen Sicherungen jedoch schnell umfangreich. Der Messenger testet deshalb eine eigene Lösung, die zunächst kostenlosen Speicher bieten soll. Die Funktion soll Chats sichern, ohne iCloud oder Google Drive zu belasten. Noch ist sie nur in einer Testversion zu sehen.

Beta-Version mit neuer Option

Dem WhatsApp-Blog „WABetaInfo“ zufolge läuft der Test in der iOS-Beta 26.28.10.16. Erste Hinweise für Android gab es bereits im April. Screenshots liegen dem Blog für beide Systeme vor. In der Beta erscheint die Option „Wähle Deinen Backup-Anbieter“. Zur Auswahl stehen „WhatsApp“ und „iCloud“. Laut „WABetaInfo“ bleibt iCloud zunächst Standard. Nutzer müssten daher nicht aktiv wechseln.

Kostenloser Speicher und mögliche Abos

Zum Start soll WhatsApp 2 Gigabyte kostenlosen Speicher anbieten. Darin könnten Chats, Dokumente, Fotos und Videos gesichert werden. Bisher nutzen iPhone-Backups iCloud, Android-Backups verwenden Google Drive. Gerade bei iPhones kann der kostenlose iCloud-Speicher von 5 Gigabyte schnell voll sein. Für einfache Chat-Sicherungen ist das WhatsApp-Angebot wohl eher geeignet. Videos in HD-Qualität können Backups stark vergrößern.

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Für größere Sicherungen prüft WhatsApp offenbar Bezahlmodelle. Genannt werden 50 Gigabyte für 0,99 US-Dollar pro Monat. Auch ein Tarif mit einem Terabyte Speicher soll im Gespräch sein. Ein Wechsel zwischen WhatsApp-Backups und iCloud oder Google Drive soll jederzeit möglich sein. Ob alte Sicherungen automatisch gelöscht werden, ist noch offen. In iCloud lassen sie sich manuell entfernen.

Verschlüsselung und Gerätewechsel

Backups auf WhatsApp-Servern sollen standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein. Bei iCloud bietet WhatsApp diese Möglichkeit ebenfalls an, Nutzer müssen sie dort aber manuell einschalten. Die App soll einen Passkey für den Zugriff vorschlagen. Damit wäre die Freigabe per Face ID möglich. Alternativ sollen ein Passwort oder ein 64-stelliger Schlüssel genutzt werden können.

Die neue Lösung könnte später auch den Wechsel zwischen iOS und Android erleichtern. Bisher lassen sich Backups nicht plattformübergreifend übertragen, weil iCloud und Google Drive nicht zusammenarbeiten. Einen offiziellen Zeitplan gibt es noch nicht. Die iOS-Beta steht nur registrierten Testern über Apples TestFlight-App offen. Speichergrößen, Preise und Funktionen können sich bis zum Start noch ändern.

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