Digitaler Führerschein: Das ändert sich für Autofahrer
Digitaler Führerschein: Das ändert sich für Autofahrer

Ab sofort können Autofahrer in Deutschland ihren Führerschein digital auf dem Smartphone speichern. Das teilte das Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit. Der digitale Führerschein ist zunächst als Pilotprojekt in ausgewählten Regionen gestartet, soll aber bundesweit ausgerollt werden.

Wie funktioniert der digitale Führerschein?

Der digitale Führerschein wird über die AusweisApp2 oder eine spezielle Führerschein-App auf dem Smartphone hinterlegt. Dazu müssen Nutzer ihren Personalausweis mit Online-Funktion sowie den physischen Führerschein bereithalten. Die App scannt den Führerschein und speichert die Daten sicher auf dem Gerät. Laut Ministerium ist der digitale Führerschein rechtlich gleichwertig mit dem Plastikausweis.

Wo wird der digitale Führerschein akzeptiert?

Im Straßenverkehr soll der digitale Führerschein bei Kontrollen vorgezeigt werden können. Die Polizei kann die Daten über einen QR-Code auslesen. Auch bei Mietwagenfirmen oder in der Verwaltung soll er akzeptiert werden. „Der digitale Führerschein macht das Leben einfacher und sicherer“, so ein Sprecher des Ministeriums. Allerdings bleibt der physische Führerschein vorerst weiterhin notwendig, da nicht alle Behörden und Länder die digitale Version akzeptieren.

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Voraussetzungen und Sicherheit

Voraussetzung ist ein Smartphone mit Internetzugang und die AusweisApp2. Die Daten werden verschlüsselt gespeichert und sind vor Missbrauch geschützt. Bei Verlust des Smartphones kann der digitale Führerschein über die App gesperrt werden. Das Ministerium betont, dass die Technologie den höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Etwa 1,5 Millionen Bürger haben bereits die AusweisApp2 installiert, die auch für andere Online-Dienste genutzt wird.

Kritik und Ausblick

Datenschützer sehen den digitalen Führerschein kritisch, da die Daten zentral gespeichert werden könnten. Das Ministerium versichert jedoch, dass die Daten nur auf dem Endgerät liegen. In den kommenden Monaten soll der Service auf alle Bundesländer ausgeweitet werden. „Wir wollen bis Ende 2024 flächendeckend den digitalen Führerschein anbieten“, sagte der Minister. Autofahrer können sich also auf eine neue, digitale Zukunft einstellen.

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