Immer mehr Deutsche geraten ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft, weil sie Pay-TV über illegale Billigportale schauen. Nicht nur die Zentralstelle Cybercrime Bayern ermittelt gegen mehr als 1000 deutsche Nutzer illegaler IPTV-Angebote. Mehrere Staatsanwaltschaften jagen Schwarzseher. Tausenden Nutzern verbotener Streamingportale droht ein Strafverfahren.
Razzia in versteckter Streaming-Zentrale bringt Fälle ins Rollen
Die Ermittlungen wurden durch eine Razzia in einer versteckten Streaming-Zentrale ausgelöst. Dabei konnten die Behörden umfangreiches Datenmaterial sicherstellen, das nun systematisch ausgewertet wird. Die Aktion zeigt, wie der deutsche Staat gegen Hintermänner und Endverbraucher verbotener Plattformen vorgeht.
Welche Behörden aktiv ermitteln
Neben der Zentralstelle Cybercrime Bayern sind mehrere Staatsanwaltschaften bundesweit mit der Verfolgung illegaler IPTV-Nutzung befasst. Die Behörden werten dabei nicht nur die von den Streaming-Zentralen erbeuteten Daten aus, sondern nutzen auch Hinweise von Rechteinhabern wie Sky, DAZN und Netflix.
Was Nutzer laut Strafverteidiger erwartet
Strafverteidiger warnen, dass die Nutzer illegaler Streams mit empfindlichen Strafen rechnen müssen. Neben Geldstrafen drohen in schweren Fällen sogar Freiheitsstrafen. Die Staatsanwaltschaften prüfen derzeit, inwieweit die Nutzer fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt haben.



