Das Handy klingelt. Die Tochter ruft per Video an. Sie wirkt verzweifelt und berichtet von einem Autounfall, für den sie dringend Geld benötigt. Diese Betrugsmasche ist weit verbreitet. Doch die angebliche Tochter ist nicht echt – sie wurde von einer Künstlichen Intelligenz (KI) erzeugt, ebenso wie die Stimme. Das Geld landet bei Betrügern, und einen Unfall hat es nie gegeben. Mit dem sogenannten 3-Finger-Trick können Sie solche Betrugsversuche jedoch leicht entlarven.
Wie der 3-Finger-Trick funktioniert
Der Trick ist einfach: Bitten Sie Ihr Gegenüber während des Videoanrufs, drei Finger vor das Gesicht zu halten. Bei KI-erstellten Bildern treten dann häufig Bildfehler auf. Dazu gehören verzerrte Finger, flackernde Gesichtspartien oder unscharfe Bereiche. Diese Anzeichen verraten den Betrug. Die Software hat Schwierigkeiten, Finger und Gesicht korrekt voneinander zu trennen. Weitere Hinweise sind plötzlich verschwindende Gesichtsbereiche oder unnatürliche Übergänge zwischen Hand und Gesicht.
Warum KI an ihre Grenzen stößt
Deepfakes, also KI-generierte Videos, überlagern echte Gesichter mit künstlichen Masken. Wenn Hände Teile des Gesichts verdecken, muss die KI das Bild in Sekundenbruchteilen neu berechnen. Dabei passieren Fehler, die aufmerksame Zuschauer erkennen können. Der 3-Finger-Trick ist jedoch kein Allheilmittel. Deepfakes werden zunehmend realistischer und bestehen immer mehr Tests. Auch eine schlechte Internetverbindung kann Bildfehler verursachen.
Zusätzliche Schutzmaßnahmen
Daher ist es wichtig, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Vereinbaren Sie mit Ihren Lieben ein Codewort für Notfälle oder stellen Sie unerwartete Fragen, die nur die echte Person beantworten kann. So schützen Sie sich effektiv vor Betrug. Sollten Sie Fehler entdecken oder Kritik haben, schreiben Sie uns gerne.



