Dringende Warnung: Neue iPhone-Schadsoftware Darksword bedroht Millionen Geräte
Neue iPhone-Schadsoftware Darksword bedroht Millionen Geräte

Dringende Warnung vor neuer iPhone-Schadsoftware Darksword

Sicherheitsforscher schlagen Alarm: Eine neue, besonders gefährliche Schadsoftware namens Darksword bedroht aktuell Millionen von iPhones weltweit. Die Malware kann Geräte bereits durch den einfachen Aufruf einer manipulierten Website übernehmen und vollständig infiltrieren.

Wie die Angriffe funktionieren

Bei Darksword handelt es sich um ein sogenanntes Exploit-Kit, das verschiedene Schwachstellen im iOS-Betriebssystem ausnutzt. Die Schadsoftware nistet sich schrittweise immer tiefer in den iPhones ein und überwindet dabei systematisch die Sicherheitsbarrieren des Betriebssystems. Verbreitet wird sie derzeit vor allem über kompromittierte Nachrichten-Websites und Medienportale.

Besonders besorgniserregend: Während solche ausgefeilten Angriffswerkzeuge früher typischerweise nur von staatlich unterstützten Gruppen für gezielte Attacken eingesetzt wurden, ist Darksword nun offenbar in den Händen krimineller Banden. Diese setzen die Software gegen die breite Bevölkerung ein, was die Gefahr massiv erhöht.

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Welche Geräte betroffen sind

Gefährdet sind laut Sicherheitsexperten alle iPhones, auf denen noch die iOS-Versionen 18.4 bis 18.6.2 laufen. Diese Softwareversionen wurden zwischen März und August 2025 veröffentlicht und kommen unter anderem auf folgenden Modellen zum Einsatz:

  • iPhone XR (Modelljahr 2028)
  • iPhone SE 2 (Modelljahr 2020)
  • Viele weitere ältere iPhone-Modelle

Verwirrend für Nutzer könnte sein, dass auf iOS 18 direkt iOS 26 folgte – Apple führte damit eine neue Nomenklatur für seine Betriebssysteme ein. Weltweit sollen mehr als 200 Millionen Geräte für die Darksword-Attacken anfällig sein.

Die Ziele der Kriminellen

Im Gegensatz zu staatlicher Spionagesoftware, die sich langfristig im System einnistet, verfolgt Darksword ein anderes Ziel: Die Schadsoftware will möglichst schnell sensible Informationen kopieren und sich anschließend selbst löschen. Hauptziele der Angreifer sind:

  1. Wallet-Apps für Kryptowährungen (Bitcoin und andere digitale Währungen)
  2. E-Mail-Konten und Instant-Messenger
  3. Verschiedene Account-Daten und persönliche Informationen

So können sich Nutzer schützen

Apple hat bereits reagiert und Sicherheitsupdates veröffentlicht, die gegen Darksword und die kürzlich entdeckte Schadsoftware Coruna schützen. Aktuelle Geräte werden mit iOS 26.3.1 ausgeliefert, das entsprechende Schutzmechanismen enthält. In den kommenden Wochen wird zudem die Veröffentlichung von iOS 26.4 erwartet.

Wichtig für alle iPhone-Besitzer: Das Installieren verfügbarer Updates ist der effektivste Schutz gegen die aktuelle Bedrohung. Apple unterstützt iPhones üblicherweise sechs bis sieben Jahre mit Betriebssystem-Updates – ein überdurchschnittlich langer Zeitraum im Vergleich zu anderen Herstellern.

Besonders bemerkenswert: Apple hat sogar für deutlich ältere Geräte wie das iPhone 8 aus dem Jahr 2017 ein Sicherheitsupdate für iOS 16.7 veröffentlicht. Experten von iVerify empfehlen jedoch für Geräte mit dieser Betriebssystem-Version, den Blockierungsmodus zu aktivieren, der übliche Angriffswege ausschließt.

Die Hintergründe der Bedrohung

Anfang März hatten Sicherheitsexperten bereits vor der Schadsoftware Coruna gewarnt, die mutmaßlich von russischen Angreifern gezielt auf ukrainischen Webservern platziert wurde. Auch in Saudi-Arabien, der Türkei und Malaysia wurden gezielte Angriffe mit dieser Software festgestellt.

Die Tatsache, dass solche ausgefeilten Exploits nun auch kriminellen Gruppen zur Verfügung stehen, bereitet Sicherheitsforschern große Sorgen. iVerify warnt ausdrücklich: „Die Tatsache, dass diese Exploits auch anderen Gruppen und Straftätern zur Verfügung standen, lässt befürchten, dass sie wiederverwendet werden oder als Vorlage für die Entwicklung ausgefeilterer oder neuer Angriffe dieser Art dienen könnten.“

Nutzer können auf der Apple-Website nachschauen, wann das letzte Update für ihr spezifisches iPhone-Modell veröffentlicht wurde. In der aktuellen Bedrohungslage ist regelmäßiges Updaten keine Option mehr, sondern eine zwingende Notwendigkeit für jeden iPhone-Besitzer.

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