E-Auto-Laden 2026: Kostenvergleich Heim vs. öffentlich
E-Auto-Laden 2026: Kostenvergleich Heim vs. öffentlich

Das Laden eines Elektroautos ist nicht automatisch günstiger als Tanken. Entscheidend sind der Ort und der Tarif. Während das Heimladen mit durchschnittlich 7,40 Euro pro 100 Kilometer zu Buche schlägt, können öffentliche Schnellladesäulen je nach Anbieter und Tarif deutlich teurer sein – bis zu 16,80 Euro pro 100 Kilometer beim Ad-hoc-Laden ohne Vertrag.

Heimladen: Günstiger Strom von zu Hause

Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis liegt 2026 laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft bei 37 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem angenommenen Strombedarf von 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer ergeben sich daraus Kosten von rund 7,40 Euro pro 100 Kilometer. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern werden rechnerisch etwa 3.000 Kilowattstunden Strom benötigt, was Ladekosten von ungefähr 1.110 Euro im Jahr entspricht.

Mit einem speziellen Autostromtarif wie dem E.on Nachtladebonus können die Kosten weiter sinken. E.on bietet bei ausgewählten Ökostromtarifen einen Bonus von maximal 240 Euro pro Jahr. Voraussetzung sind mindestens sechs Ladevorgänge pro Monat zwischen 0 und 6 Uhr mit mindestens vier Stunden Anschlussdauer sowie eine aktive Verbindung über CarConnect. Der Bonus wird mit der Jahresabschlussrechnung ausgezahlt und gilt bis zum 31. Dezember 2027.

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Rechnerischer Vorteil durch den Nachtladebonus

Wird der volle Bonus von 240 Euro erreicht, sinken die jährlichen Stromkosten von 1.110 auf 870 Euro. Umgerechnet entspricht das einem effektiven Preis von rund 5,80 Euro pro 100 Kilometer. Der Bonus entspricht einer rechnerischen Entlastung von acht Cent pro Kilowattstunde. Bei niedrigerer Fahrleistung verteilt sich der Bonus auf weniger Kilowattstunden und fällt stärker ins Gewicht, während Vielfahrer die Voraussetzungen leichter erfüllen, den Bonus aber auf eine größere Strommenge verteilen.

Öffentliches Laden: Teurer und stark variierend

An öffentlichen Ladesäulen unterscheiden sich die Preise stark. Laut ADAC ist öffentliches Laden für weniger als rund 50 Cent pro Kilowattstunde nur selten möglich. An DC- und HPC-Schnellladern werden häufig höhere Preise verlangt. Hinzu kommen Grundgebühren, Roamingaufschläge oder Blockiergebühren. Bei einem Strompreis von 50 Cent kostet die Fahrt zehn Euro pro 100 Kilometer, bei 65 Cent 13 Euro, bei 84 Cent 16,80 Euro. Eine ADAC-Untersuchung ergab, dass Ad-hoc-Laden bis zu 62 Prozent teurer sein kann als ein vertragsbasierter Tarif ohne Grundgebühr.

Vergleich mit Verbrennern

Nach ADAC-Angaben kostete Benzin am 10. Juli 2026 im bundesweiten Wochenmittel 2,02 Euro pro Liter, Diesel 1,95 Euro. Ein Benziner mit 6,5 Litern Verbrauch benötigt Kraftstoff für rund 13,13 Euro pro 100 Kilometer, ein Diesel mit 5,5 Litern für rund 10,73 Euro. Öffentliches Laden zu 50 Cent liegt knapp darunter, bei 65 Cent bewegt sich das E-Auto auf dem Niveau des Benziners. Teures Ad-hoc-Laden kann sogar höhere Energiekosten verursachen.

Flexible Alternative: Mobile Wallbox

Wer keine fest installierte Wallbox hat, kann eine mobile Ladestation nutzen. Die mobile Wallbox von Dé lädt dreiphasig mit bis zu elf Kilowatt, die Stromstärke ist zwischen sechs und 16 Ampere einstellbar, das Typ-2-Kabel ist sieben Meter lang. Das Modell kostet bei Amazon 159,95 Euro.

Fazit: Wo sich am meisten sparen lässt

Der größte Kostenvorteil entsteht beim regelmäßigen Laden zu Hause. Ein fester Stellplatz mit Wallbox bietet Komfort und Tarifsteuerung. Wer nachts lädt, kann vom Nachtladebonus profitieren. Wer überwiegend öffentlich lädt, sollte einen passenden Ladetarif wählen und Ad-hoc-Laden vermeiden. Unterm Strich fährt ein Elektroauto 2026 nicht automatisch günstiger als ein Verbrenner – der Ladeort ist entscheidend.

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