Neu-Delhi forciert den Umstieg auf elektrische Tuk-Tuks und andere Kleinfahrzeuge mit einem neuen Förderprogramm. Ab Mittwoch, dem 1. Juli 2026, und bis Ende März 2030 zahlt die Verwaltung der indischen Hauptstadt jedem einen Zuschuss von 30.000 Rupien (etwa 280 Euro), der sein Motorrad oder seinen Motorroller durch ein neues E-Zweirad ersetzt. Für Käufer von dreirädrigen Fahrzeugen wie Tuk-Tuks gibt es 50.000 Rupien (rund 470 Euro) Zuschuss.
Strenge Vorschriften ab 2027
Das Förderprogramm wird von strikten Regeln begleitet: Ab Januar 2027 sollen nur noch elektrische Auto-Rikschas und kleine E-Transporter ein Nummernschild erhalten. Ab 2028 gilt dies auch für Zweiräder. Delhis Verwaltungschefin Rekha Gupta nannte die Maßnahmen einen „historischen Schritt“, um die durch den Straßenverkehr verursachte Umweltverschmutzung „wirksam einzudämmen“. Neu-Delhi zählt zu den Städten mit der höchsten Umweltverschmutzung weltweit; zum Smog tragen Kraftwerke, Müllverbrennung und der Straßenverkehr bei.
Kostenvorteile treiben Wandel
Der Umstieg wird nicht nur durch Umweltziele vorangetrieben. Sinkende Produktionskosten und Bedenken hinsichtlich der Energieversorgung spielen eine große Rolle. „Der Markt boomt jetzt, ein Jahrzehnt nach seiner Entstehung“, sagte Sunitha Anup, Forscherin beim International Council on Clean Transportation, dem britischen „Telegraph“. „Der Klimawandel ist ein sekundärer Grund für den Wandel – der wichtigste sind die Kosten.“ Auch in Sri Lanka gab es 2023 einen Wechsel von Verbrennern zu Elektromotoren bei Tuk-Tuks, damals ausgelöst durch einen Mangel an Kraftstoff.



