Die THG-Quote beschert E-Auto-Fahrern seit Jahren ein zusätzliches Einkommen. Nachdem die Auszahlungen zuletzt gesunken waren, zeichnet sich für 2026 eine deutliche Erholung ab. Mit bis zu 380 Euro pro Jahr können Elektromobilisten rechnen, wenn sie den richtigen Vermittler wählen.
Was ist die THG-Quote?
Seit 2022 können Halter von Elektroautos die sogenannte Treibhausgasminderungsquote nutzen. Dabei verkaufen sie ihre individuellen CO2-Einsparansprüche an private Vermittler, die diese bündeln und beim Umweltbundesamt einreichen. In den ersten Jahren waren Einnahmen von bis zu 400 Euro möglich.
Rückgang und Erholung
Nach einem rapiden Rückgang 2024 auf nur noch zweistellige Beträge und bescheidenen 90 Euro im Jahr 2025, steigen die Prämien 2026 wieder spürbar. Grund ist ein neues Gesetz, das Biokraftstoffe auf Palmölbasis von der Quote ausschließt und Doppelanrechnungen streicht. Dadurch wird es für Mineralölkonzerne schwieriger, ihre Quoten mit billigen Biokraftstoffen zu erfüllen, was die Nachfrage nach E-Auto-Zertifikaten erhöht.
Hohe Prämien und Risiken
Laut ADAC und Verivox werden für 2026 Garantieprämien von über 300 Euro, teils bis zu 380 Euro, angeboten. Wer flexibel ist, kann durch sogenannte Flex-Prämien sogar noch etwas mehr herausholen, allerdings mit dem Risiko von Preisschwankungen im Sommer. Marktbeobachter warnen vor einem möglichen Preisrückgang, daher sollten Interessenten nicht zu lange zögern.
Vorsicht bei der Wahl des Vermittlers
Der Markt hat sich konsolidiert, viele unseriöse Anbieter sind verschwunden. Dennoch ist Vorsicht geboten: Abo-Modelle mit langfristiger Bindung können in eine Kostenfalle führen. Vor der Unterschrift sollten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen genau gelesen werden. Bewertungsportale wie Trustpilot helfen bei der Auswahl.
Antragsfrist und Steuerfreiheit
Die Antragsfrist endet am 15. November 2026, viele Vermittler empfehlen den 31. Oktober als Stichtag. Bei Fahrzeugverkauf oder -rückgabe vor diesem Datum sollte die Anmeldung vorgezogen werden. Die Prämie bleibt für Privatpersonen steuerfrei. Plug-in-Hybride sind weiterhin ausgeschlossen.



