Ig-Nobelpreise verlassen USA: Kuriose Forschung zieht nach Europa um
Ig-Nobelpreise verlassen USA und ziehen nach Europa

Ig-Nobelpreise für kuriose Forschung verlassen die USA nach 35 Jahren

Ein bedeutender Wechsel steht für die wissenschaftliche Unterhaltungsszene bevor: Die berühmten Ig-Nobelpreise, die seit 35 Jahren in den USA verliehen wurden, verlassen das Land. Die Veranstalter haben beschlossen, die skurrile Preisverleihung nach Europa zu verlegen – und dieser Schritt hat einen ernsten Hintergrund.

Zürich wird neuer Hauptaustragungsort

Nach mehr als drei Jahrzehnten in Boston im Bundesstaat Massachusetts werden die 36. Ig-Nobelpreise im September erstmals in Zürich überreicht. Die Organisatoren gaben bekannt, dass die Veranstaltung anschließend alle zwei Jahre in der Schweizer Metropole stattfinden soll. In den Jahren dazwischen sind andere europäische Städte als Gastgeber vorgesehen.

Marc Abrahams, der Hauptorganisator und Moderator der traditionsreichen Gala, erklärte die Beweggründe für den Umzug deutlich: „Im vergangenen Jahr ist es für unsere Gäste nicht sicher geworden, dieses Land zu besuchen.“ Er fügte mit Nachdruck hinzu: „Wir können weder die neuen Gewinner noch die internationalen Journalisten, die von dieser Veranstaltung berichten, mit gutem Gewissen bitten, in diesem Jahr in die USA zu reisen.“

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Was sind die Ig-Nobelpreise?

Die Ig-Nobelpreise zeichnen besonders ungewöhnliche und skurrile wissenschaftliche Forschung aus. Der Name leitet sich von „ignoble“ ab, was auf Deutsch etwa „unehrenhaft“ bedeutet. Doch hinter dem humorvollen Ansatz verbirgt sich ein ernsthafter Anspruch: Die prämierten Arbeiten sollen zunächst zum Lachen und dann zum Nachdenken anregen.

Veranstaltet wird die Preisverleihung von der Zeitschrift für kuriose Forschung „Annals of Improbable Research“. Die Gala ist bekannt für ihre ausgelassene Atmosphäre mit viel Klamauk und wissenschaftlichem Humor, zieht aber gleichzeitig internationale Aufmerksamkeit auf unkonventionelle Forschungsansätze.

Ein neues Kapitel für die kuriose Wissenschaft

Der Umzug der Ig-Nobelpreise von den USA nach Europa markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte dieser einzigartigen Veranstaltung. Nach 35 Jahren an einem festen Standort öffnet sich die Preisverleihung nun für verschiedene europäische Städte, was neue kulturelle Einflüsse und internationale Perspektiven verspricht.

Die Entscheidung der Organisatoren, die Sicherheit der Teilnehmer über die Tradition zu stellen, unterstreicht die gewachsene Bedeutung der Veranstaltung. Was als humorvolle Nebenveranstaltung begann, hat sich zu einem international beachteten Ereignis entwickelt, das Wissenschaftler, Journalisten und das Publikum weltweit verbindet – wenn auch künftig auf europäischem Boden.

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