Samsung hat in London drei neue Modelle seiner Galaxy-Z-Foldable-Serie vorgestellt: das Galaxy Z Flip8, das Galaxy Z Fold8 und das Galaxy Z Fold8 Ultra. Erstmals umfasst die Serie damit drei Geräte. Die Preise steigen im Vergleich zu den Vorgängern um jeweils 100 Euro. Das Galaxy Z Fold8 Ultra kostet in der kleinsten Konfiguration mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Speicher 2199 Euro, das Flip8 1299 Euro. Das neue Galaxy Z Fold8 ist ab 1999 Euro erhältlich.
Neue Nomenklatur und breiteres Format
Die Namensgebung sorgt für Verwirrung: Das bisher als FoldX bekannte hochkant faltbare Modell heißt nun Fold8 Ultra. Den Namen Fold8 trägt ein völlig neues, breiteres Gerät, das preislich zwischen Ultra und Flip liegt. Das Fold8 besitzt ein Innendisplay im 4:3-Format, das an alte Fernseher erinnert. Dadurch lassen sich Filme im 16:9-Format mit weniger schwarzen Balken anschauen, Webseiten besser ausnutzen und Texte mit weniger Scrollen lesen. Der Außenbildschirm hat ein 16:10-Format. Mit 201 Gramm ist das Fold8 zudem 82 Gramm leichter als das Google Pixel Fold und nur 4,5 Millimeter dünn. Die maximale Helligkeit beider Bildschirme beträgt 3000 Nits. Die matte Oberfläche reduziert Reflexionen. Allerdings hat das Fold8 nur zwei Kameras: Weitwinkel und Ultraweitwinkel.
Technische Neuerungen unter der Oberfläche
Das Fold8 Ultra wirkt auf den ersten Blick wie eine Modellpflege: Es hat drei Kameras inklusive Telekamera und einen 200-Megapixel-Sensor in der Weitwinkelkamera. Angetrieben wird es wie das Fold8 vom Snapdragon 8 Elite for Galaxy. Die echten Neuerungen liegen laut Samsung unter dem Display: Eine Titanplatte und eine Titanfolie sollen das Falt-Display stabilisieren. Samsungs Technologiechef Byung-duk Yang erklärte im Gespräch mit Journalisten, die Entwicklung eines Verfahrens, das das spröde Titan elastisch macht, sei „außerordentlich herausfordernd“ gewesen. Die Lösung: Nach dem Auswalzen werden per Laser mikrofeine Löcher in die Platten gebohrt, von unten werden größere Löcher geätzt, sodass sich die Folie biegen lässt. Darüber wird eine Folie aus einer Legierung von Titan mit Chrom, Vanadium und Aluminium geklebt. Sie ist nur etwa ein Drittel so dick wie ein menschliches Haar, soll aber eine 20-mal höhere mechanische Steifigkeit als der zuvor verwendete Kunststoff aufweisen. Das Display soll stoßunempfindlicher sein und zehn Prozent weniger Raum einnehmen.
Neue Akkutechnologie
Die Batteriekapazität des Fold8 Ultra wuchs auf 5000 Milliamperestunden (beim Fold7 waren es 4400 mAh). Grund ist die Umstellung von Lithium-Ionen- auf Silizium-Kohlenstoff-Technologie, die auf demselben Raum mehr Kapazität bietet. Davon profitieren auch Fold8 (4800 mAh) und Flip8. Letzteres erhält jedoch keine Titanverstärkung und wird statt mit dem Snapdragon-Chip mit einem Samsung Exynos 2600 angetrieben. Samsung verspricht Höchstleistung, doch ob der Chip dies einlösen kann, bleibt abzuwarten.
Design und Vorbesteller-Bonus
Das Flip8 ist mit 13,1 Millimetern das dickste der drei Modelle, punktet aber mit auffälligen Farben wie Pink und Minzgrün und lässt sich dank Klappmechanismus auch in kleinen Taschen verstauen. Vorbesteller erhalten kein doppeltes Speicher-Upgrade mehr, sondern ein sechsmonatiges Abo für Google AI Pro.



