Anthropic sichert sich 10-Milliarden-Rechenzentrum in Norwegen
Anthropic: 10-Milliarden-Rechenvertrag mit Volta

Anthropic hat sich Rechenkapazitäten im Wert von zehn Milliarden US-Dollar bei einem erst wenige Monate alten Infrastruktur-Start-up gesichert. Damit unternimmt der Entwickler des KI-Assistenten Claude einen weiteren Schritt, um mit der rasant steigenden Nachfrage nach seinen Produkten Schritt zu halten.

Vertrag über sechs Jahre mit Volta Infrastructure

Der KI-Entwickler hat einen Vertrag über die Nutzung eines Rechenzentrums unterzeichnet, das von dem durch Nvidia unterstützten Cloud-Start-up Volta Infrastructure Holdings betrieben wird. Volta hatte bereits am Dienstag mitgeteilt, einen Auftrag im Wert von zehn Milliarden US-Dollar von einem nicht genannten KI-Labor erhalten zu haben.

Die Vereinbarung läuft nach Angaben von Volta über sechs Jahre und wird in Zusammenarbeit mit der Bitcoin-Mininggesellschaft und Rechenzentrumsbetreiberin Bitdeer Technologies Group an einem Standort in Norwegen umgesetzt. Volta-CEO Ricard Boada lehnte es ab, den Kunden zu nennen. Vertreter von Anthropic und Bitdeer wollten sich nicht äußern.

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Hintergrund: Wachsender Bedarf an Rechenleistung

Anthropic hat seine Bemühungen zur Sicherung zusätzlicher Rechenressourcen in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt. Immer mehr Unternehmen und Verbraucher setzen seine Werkzeuge ein, um Programmierarbeiten und andere Aufgaben effizienter zu gestalten.

Die Nachfrage nach KI-Modellen wie Claude ist enorm gewachsen, was zu Engpässen bei der Recheninfrastruktur führt. Mit dem neuen Vertrag sichert sich Anthropic langfristig Kapazitäten, um seine Dienste stabil und skalierbar anbieten zu können.

Strategische Partnerschaft mit Nvidia

Volta Infrastructure wird von Nvidia unterstützt, einem der führenden Hersteller von KI-Chips. Diese Partnerschaft dürfte sicherstellen, dass das Rechenzentrum mit modernster Hardware ausgestattet wird, die für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle erforderlich ist.

Die Wahl des Standorts Norwegen ist strategisch: Das Land bietet reichlich erneuerbare Energie und kühle Temperaturen, was die Betriebskosten eines Rechenzentrums senkt. Zudem ist Norwegen politisch stabil und verfügt über eine gute Anbindung an das europäische Stromnetz.

Branchenkontext: Wettlauf um Rechenkapazitäten

Der Schritt von Anthropic ist Teil eines breiteren Trends: KI-Unternehmen investieren massiv in Recheninfrastruktur, um ihre Modelle zu trainieren und zu betreiben. Auch Wettbewerber wie OpenAI und Google haben ähnliche Verträge abgeschlossen.

Die Investitionen sind notwendig, da die Anforderungen an Rechenleistung exponentiell steigen. Experten schätzen, dass der Bedarf an KI-Rechenzentren in den nächsten Jahren um ein Vielfaches wachsen wird.

Anthropic hat sich verpflichtet, die Kapazitäten zu nutzen, um seine Produkte weiterzuentwickeln und zu verbessern. Das Unternehmen plant, die zusätzliche Rechenleistung für das Training neuer Modelle und die Erweiterung seiner Cloud-Dienste einzusetzen.

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