Neubrandenburg treibt Ausbau der Ladeinfrastruktur voran
Die Elektromobilität in Neubrandenburg erhält einen weiteren Schub: Die Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) hat an drei neuen Standorten in der Stadt Ladestationen für E-Autos in Betrieb genommen. Damit können Nutzer von Elektrofahrzeugen auf öffentlichen Parkplätzen in der Oststadt und im Jahnviertel nun an zusätzlichen Punkten auftanken.
Konkrete Standorte und technische Ausstattung
Die neuen Ladepunkte befinden sich auf den Parkplätzen in der Koszaliner Straße 1, der Robert-Koch-Straße 50 sowie der Kleiststraße 9. An jeder dieser Stationen stehen jeweils zwei Ladepunkte zur Verfügung, die mit modernen Typ-2-Steckdosen ausgestattet sind. Diese ermöglichen ein Laden mit einer Leistung von bis zu 22 Kilowatt.
Die Nutzung der Stationen ist flexibel gestaltet:
- Per RFID-Karte im Scheckkartenformat
- Über SMS-Autorisierung
- Via QR-Code-Scan mit dem Smartphone
Besonders umweltfreundlich: Der bezogene Strom stammt ausschließlich von den Neubrandenburger Stadtwerken und besteht aus Ökostrom.
Zahlen und Fakten zur Ladeinfrastruktur
Mit den neuen Installationen erhöht sich die Gesamtzahl der Ladestationen in Neubrandenburg auf 68 Einheiten, die Anzahl der verfügbaren Ladepunkte steigt auf 114. Die Neuwoges betreibt davon mittlerweile 54 Ladepunkte im gesamten Stadtgebiet.
Rechnerisch teilen sich damit etwa neun der rund 1.000 in Neubrandenburg registrierten E-Autos einen öffentlichen Ladepunkt. Allerdings sind in dieser Berechnung weder private Ladestationen berücksichtigt noch Fahrzeuge, die nicht in der Stadt gemeldet sind.
Weitere Ausbaupläne für 2026
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur geht kontinuierlich weiter. Bereits für das Frühjahr 2026 sind weitere Installationen geplant:
- Zwei Ladepunkte auf dem Datzeberg
- Zwei Ladepunkte in der Sponholzer Straße
Im Sommer sollen dann zusätzlich zwei Ladepunkte im Kulturpark folgen. Diese Erweiterungen schließen sich an die bereits im Januar realisierten acht neuen Ladepunkte am Getränkeland im Industrieviertel an.
E-Mobilität in Neubrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
Trotz des kontinuierlichen Infrastrukturausbaus bleiben E-Autos in Neubrandenburg weiterhin eine Nische. Zum 1. Januar 2025 waren laut Statistischem Jahrbuch in der Stadt 885 rein batteriebetriebene oder Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge registriert. Dies entsprach einem Anteil von etwa 3,7 Prozent aller Neubrandenburger Pkw – ein Wert, der unter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 5,3 Prozent liegt, aber über dem Landesdurchschnitt von Mecklenburg-Vorpommern (2,9 Prozent).
Im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich eine dynamische Entwicklung: Zum 1. Februar 2026 waren insgesamt 2.921 E-Ladepunkte registriert. Dies bedeutet eine Steigerung von rund 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt – nach Hamburg (plus 38 Prozent) der zweithöchste Zuwachs aller deutschen Bundesländer.
Die Neuwoges setzt mit ihren Investitionen in die Ladeinfrastruktur ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Mobilität in der Region und schafft wichtige Voraussetzungen für die weitere Verbreitung umweltfreundlicher Fahrzeuge.



