Mega-Mager-Mond: Ultradünne Mondsichel heute Abend für nur 21 Minuten sichtbar
Mega-Mager-Mond: Ultradünne Sichel heute sichtbar

Mega-Mager-Mond: Ein extrem seltenes Himmelsereignis heute Abend

Hobby-Astronomen und Nachthimmel-Enthusiasten sollten heute Abend den Blick gen Westen richten. Ein außergewöhnliches Phänomen erwartet den Nachthimmel über Deutschland: eine ultradünne Mondsichel, die nur etwa 0,7 Prozent der Mondoberfläche zeigt und dabei fast horizontal am Himmel liegt. Dieses Ereignis, das als Mega-Mager-Mond bezeichnet wird, ist äußerst selten und wird erst in mehr als 18 Jahren wieder in dieser Form zu beobachten sein.

Wie entsteht diese besondere Mondsichel?

Tim Florian Horn, Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin, erklärt die astronomischen Hintergründe: „Die liegende Sichel entsteht durch zwei Bedingungen: Die Mondbahn ist schräg zur scheinbaren Sonnenbahn geneigt. Der Mond durchläuft bei jeder Erdumkreisung einen unteren und einen oberen Umkehrpunkt. Aktuell steht er beim Durchlauf des oberen Umkehrpunkts über der Sonne. Beim Untergang erscheint der Mond fast senkrecht über der Sonne und wird scheinbar von unten beleuchtet.“

Horn betont die Seltenheit dieses Ereignisses: „Da die Mondbahn nicht fixiert im Raum steht, sondern mit einer Periode von 18,6 Jahren selbst rotiert, kommt eine solche Extremposition nur alle 18,6 Jahre vor.“ Das bedeutet, dass die letzte vergleichbare Konstellation im September 2007 stattfand.

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Wann und wo ist der Mega-Mager-Mond zu sehen?

Die Sichtbarkeitsbedingungen sind heute Abend in weiten Teilen Deutschlands günstig. Lediglich Norddeutschland könnte unter einer Wolkendecke liegen. Das Zeitfenster für die Beobachtung ist jedoch extrem kurz:

  • Berlin: Nautische Dämmerung beginnt um 18.51 Uhr, Monduntergang um 19.12 Uhr (21 Minuten Sichtbarkeit)
  • München: 18.55 Uhr bis 19.15 Uhr (20 Minuten)
  • Hamburg: 19.06 Uhr bis 19.27 Uhr (21 Minuten)
  • Frankfurt am Main: 19.08 Uhr bis 19.29 Uhr (21 Minuten)
  • Köln: 19.16 Uhr bis 19.37 Uhr (21 Minuten)

Für eine erfolgreiche Beobachtung empfiehlt sich die Verwendung eines Fernglases oder Teleskops, da die extrem dünne Sichel mit bloßem Auge kaum auszumachen ist. Der Blick sollte nach Westen gerichtet werden, um das Suchfenster zu verkleinern.

Warum ist dieses Ereignis so besonders?

Neben der extremen Dünnheit der Sichel – nur 0,7 Prozent der Mondoberfläche sind beleuchtet – ist vor allem die horizontale Position am Himmel bemerkenswert. In den kommenden Jahren wird es zwar ähnliche Phänomene geben, doch die Sichel wird dann breiter erscheinen und sich aufrichten. Ein vergleichbarer Mega-Mager-Mond wird erst in achtzehneinhalb Jahren wieder zu bestaunen sein.

Die Kombination aus klaren Nächten, wolkenfreiem Himmel und diesem seltenen astronomischen Ereignis bietet heute Abend eine einzigartige Gelegenheit für alle, die sich für den Nachthimmel interessieren. Wer das Spektakel verpasst, muss bis zum Jahr 2044 warten, um eine vergleichbare Konstellation zu erleben.

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