Neue Unterwasserdrohne bleibt 16 Tage im Einsatz ohne aufzutauchen
Unterwasserdrohne 16 Tage im Einsatz ohne aufzutauchen

Neue Unterwasserdrohne bleibt 16 Tage im Einsatz

Berlin. Den Meeresboden kartieren oder undurchdringliche Unterwasserumgebungen erkunden: Das geht besser mit einer gut funktionierenden Drohne. Die Unterwasserdrohne eines kanadischen Unternehmens hat mehr als 1.257 Meilen (ca. 2.023 km) zurückgelegt und eine 385-stündige (etwas mehr als 16 Tage) Mission absolviert, ohne an die Oberfläche zu kommen. Davon berichtet das Fachportal „Interesting Engineering“. Angetrieben worden sei sie von Wasserstoff-Brennstoffzellen (1200 Watt).

Entwicklerfirma Cellula Robotics

Die Entwicklerfirma heißt Cellula Robotics Ltd. und hat ihren Sitz in Burnaby in der kanadischen Provinz British Columbia. Neil Manning, CEO von Cellula Robotics, stellte klar: „Die Bedeutung dieses Ergebnisses liegt nicht nur in der zurückgelegten Strecke, sondern darin, dass es vollständig unter Wasser im Rahmen eines Einsatzprofils erreicht wurde, das reale Unterwassereinsätze besser widerspiegelt.“

Das autonome Unterwasserfahrzeug (AUV) mit dem Namen „Envoy“ ist laut Herstellerangaben etwa 8,5 Meter lang, mit einem Durchmesser von einem Meter. Für spezielle Missionsanforderungen sind auch kleinere Konfigurationen erhältlich, wodurch es an eine Vielzahl von Szenarien angepasst werden kann. Zudem verfügt die Drohne über einen 500-Liter-Nutzlastraum für Messgeräte. Ausgelegt ist sie für Einsätze in bis zu 2000 Metern Tiefe.

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Hoher Energiebedarf, aber bewältigt

Im Verlauf der Mission führte das Fahrzeug mehr als 4000 Wendungen und Manöver durch. All dies erhöhte den Energiebedarf. Dies mache die Ergebnisse für den realen Einsatz aber umso relevanter, weil AUVs zur Kartierung des Meeresbodens, zur Inspektion von Infrastruktur und zur Navigation in unberechenbaren Unterwasserumgebungen eingesetzt werden, schreibt „Interesting Engineering“.

Anstatt sich ausschließlich auf Batterien zu verlassen, erzeugte die Brennstoffzelle während der Mission Strom an Bord. Als Nebenprodukt entstand lediglich Wasser. Manning merkte an, dass dies beweise, dass die Envoy gut für lange Missionen geeignet sei. „Das ist es, was die Ausdauer für die Betreiber so bedeutend macht: das Potenzial für weniger Bergungen, einen kontinuierlicheren Betrieb und eine höhere Effizienz auf See“, ergänzte der CEO.

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