Die zunehmende Beliebtheit hochpreisiger Mobilfunktarife beschert T-Mobile US, der Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, ein überraschend starkes zweites Quartal. Das Unternehmen hob daraufhin seine Prognose für den Free Cash Flow im Gesamtjahr an.
Starke Nachfrage nach Premium-Angeboten
„Unter den Neukunden entscheiden sich 60 Prozent für unsere Premium-Angebote“, erklärte Jon Freier, Finanzchef des US-Mobilfunkers, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Diese hohe Quote treibt die Ertragskraft des Unternehmens maßgeblich an.
Für das Gesamtjahr rechnet Freier nun mit einem Free Cash Flow von 18,4 bis 18,8 Milliarden US-Dollar. Bislang hatte die Prognose zwischen 18,1 und 18,7 Milliarden Dollar gelegen. Die Anhebung spiegelt das Vertrauen in die anhaltende Dynamik des Geschäfts wider.
Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
Im zweiten Quartal verzeichnete T-Mobile US einen Kundenzuwachs von 277.000 Neukunden. Dies entspricht einem Rückgang von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, fiel jedoch geringer aus als von Analysten befürchtet. Der Konzernumsatz stieg um knapp acht Prozent auf 22,79 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Markterwartungen.
Der operative Gewinn (bereinigtes EBITDA) übertraf mit 9,54 Milliarden Dollar die Analystenprognosen. „Wir sind auf einem guten Weg, unsere Ziele für 2026 und 2027 zu erreichen“, betonte T-Mobile-Chef Srini Gopalan.
Aktienrückgang trotz positiver Ergebnisse
Trotz der starken Zahlen gaben die Aktien von T-Mobile US im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 1,5 Prozent nach. In den vergangenen Tagen hatten die Papiere zeitweise um 20 Prozent zugelegt. Im Sog der US-Tochter rutschten auch die Titel des Mutterkonzerns Deutsche Telekom ins Minus und notierten zuletzt rund ein Prozent tiefer.



