Alles Hoffen und Beten für Buckelwal Timmy brachte nichts. Kurz nach seiner Entlassung in die Freiheit starb er krank und erschöpft. Angeschwemmt an der dänischen Insel Anholt wurde Timmy zerlegt und später zu Biodiesel verarbeitet. Ein wenig würdevolles Ende. Ganz anders erging es Timmys Vorfahren: Sie fanden ihre letzte Ruhe auf dem größten Walfriedhof der Welt, der jetzt am Grund des Indischen Ozeans entdeckt wurde.
Mega-Unterwasser-Friedhof erstreckt sich über 1200 Kilometer
Der gigantische Friedhof von Timmys Verwandtschaft erstreckt sich über fast 1200 Kilometer und befindet sich in einer Tiefe von 7000 Metern. Es handelt sich um die Diamantina-Bruchzone, ein Gebiet am Meeresboden, das von unzähligen Walknochen und Skeletten geprägt ist. Nie zuvor wurden Walfossilien auch nur annähernd in einer solchen Tiefe entdeckt. Mit einem Tauchroboter wurden Walknochen zur Untersuchung eingesammelt.
Über 5,3 Millionen Jahre alte Überreste gefunden
Vor allem das Alter der Überreste – einige sind über 5,3 Millionen Jahre alt – sorgt bei Wissenschaftlern für Begeisterung. Zudem wurden auch Skelettreste von Meerestieren gefunden, die längst ausgestorben sind. Laut der Fachzeitschrift „Nature“ wimmelt es in dem riesigen Unterwasser-Grabfeld von Organismen und Arten, die „für die Wissenschaft neu sein könnten“. Für Quallen und Muscheln ist der Wal-Kadaver Nahrung. Die riesige Ansammlung frischer und uralter Kadaver bietet verschiedenen Tiefseeorganismen ihren Lebensraum.
Bei 32 Tauchgängen sammelten Forscher Proben mit Walfossilien und stießen auf eine wahre Fundgrube an Wal-Skeletten. Xiaotong Peng von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften sagte: „Die Entdeckung dieser Größenordnung war völlig unerwartet. Die Ausdehnung, die Tiefe und der zeitliche Rahmen übertrafen bei Weitem alles, was wir uns vorgestellt hatten.“
Bis zu 10 Millionen Kadaver auf dem Meeresgrund
Die Forscher schätzen, dass in dem gewaltigen „Knochen-Korridor“ mehr als zehn Millionen Kadaver liegen könnten. Zu der extremen Häufung der toten Wale und Knochenfunde kommt es, weil das Gebiet dort viel Nahrung für die Tiere bietet. Der Ozeanforscher Craig Smith von der University of Hawaii: „Die große Zahl dokumentierter fossiler Wal-Kadaver – darunter eine neue Schnabelwalart – ist wirklich erstaunlich und von großer Bedeutung für das Verständnis der Evolution und Verbreitung von Walen.“
Junge findet Urzeit-Monster und darf es behalten
Im Steinbruch von Jewell County im US-Bundesstaat Kansas wollten Corbin B. und sein Geologieclub eigentlich nach Fossilien und Haifischzähnen suchen. Doch im Boden entdeckte der 12-Jährige ein riesiges Urzeit-Monster. Mutter Wendy erzählte dem US-Nachrichtensender Fox News: „Wir schauten nach unten und fanden, glaube ich, sieben oder acht große Wirbelknochen.“ Der kleine Gräber: „Ich wusste nicht, was es war, aber ich wusste, es ist etwas ganz Großes!“
Er sollte Recht behalten: Bei dem Skelett handelt es sich um einen Tylosaurus aus der Kreidezeit. Das riesige Meeresreptil, das bis zu 12 Meter lang werden konnte, schwamm vor 80 Millionen Jahren in dem gewaltigen Binnenmeer, das unter anderem auch den US-Bundesstaat Kansas bedeckte. Corbin fand fast alle Knochen des mehr als 4,50 Meter langen Skeletts – nur ein Teil des Schwanzes fehlt. Wie mehrere Medien berichten, machte Corbin den Fund auf einem Privatgelände, wo der Besitzer das Graben erlaubt hatte. Deshalb gehört der Saurier nun ihm.



