Lausitz erhält Unterstützung im Rennen um das Einstein-Teleskop
Lausitz erhält Unterstützung für Einstein-Teleskop

Die ostdeutschen Länder haben ihre Unterstützung für Sachsen als möglichen Standort des europäischen Großforschungsprojekts Einstein-Teleskop bekundet. Der Standort in der Lausitz könnte für ganz Ostdeutschland einen erheblichen Innovationsschub bedeuten, wie die Staatskanzlei in Dresden mitteilte.

Ein Projekt mit europäischer Strahlkraft

„Das Einstein-Teleskop ist ein Zukunftsprojekt von europäischer Strahlkraft. Es verbindet Spitzenforschung, technologische Innovation und wirtschaftliche Entwicklung“, erklärte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Die Lausitz biete hervorragende Voraussetzungen, darunter günstige geologische Bedingungen, eine starke Wissenschaftslandschaft, innovative Unternehmen und eine zentrale Lage in Europa.

Kretschmer betonte: „Das Einstein-Teleskop kann zu einem Motor für Forschung, Innovation und Wertschöpfung in ganz Ostdeutschland werden. Nun ist es wichtig, dass die Auswahlentscheidung wissenschaftsgeleitet, objektiv und transparent getroffen wird.“

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Unterstützung aus den ostdeutschen Ländern

Die ostdeutschen Länder begrüßten die Entscheidung der Bundesregierung, das Projekt in einer Vorphase zu fördern. Damit würden die Voraussetzungen für eine maßgebliche deutsche Beteiligung am europäischen Auswahlverfahren geschaffen. Dies stärke Deutschlands Anspruch als führender Wissenschafts- und Innovationsstandort und baue seine internationale Sichtbarkeit in einem zentralen Zukunftsfeld der Forschung nachhaltig aus.

Das Einstein-Teleskop: Ein Fenster zum Universum

Das Einstein-Teleskop ist ein europäisches Projekt, bei dem tief unter der Erde ein Observatorium in Form eines gleichseitigen Dreiecks entstehen soll. Mit ihm können Gravitationswellen aus dem All gemessen und ausgewertet werden. Das Vorhaben gilt als entscheidender Schritt bei der Erforschung des Universums. Forscher erhoffen sich unter anderem, die Kollision von schwarzen Löchern zu beobachten und neue Erkenntnisse über den Beginn des Universums zu gewinnen.

Mehrere Standorte in der Auswahl

Neben der Lausitz, die für ihre außergewöhnliche seismologische Ruhe bekannt ist, werden zwei weitere Standorte geprüft: die Mittelmeerinsel Sardinien sowie die Region Euregio Maas-Rhein im Dreiländereck von Deutschland (Nordrhein-Westfalen), den Niederlanden und Belgien. Auch eine Kombination aus zwei Standorten ist möglich, worauf eine im Januar unterzeichnete Absichtserklärung zwischen Sachsen und Sardinien abzielt.

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