Der historische Tiefstand der Donau hat im Nordosten Bulgariens ein spektakuläres Fossil freigelegt: Ein Anwohner stieß im trockengefallenen Flussbett auf die Überreste eines Mammuts. Die Funde umfassen einen Unterkiefer, zwei Stoßzähne und ein mutmaßliches Rippenstück. Experten bestätigten, dass die Knochen mehrere Jahrtausende alt sind und aus der Eiszeit stammen.
Fundort nahe der rumänischen Grenze
Die Entdeckung ereignete sich nur rund hundert Kilometer südlich von Bukarest, nahe der Stadt Silistra. Der Pegel der Donau war zuvor auf ein Rekordtief gesunken, bedingt durch anhaltende Trockenheit und geringe Niederschläge in der Region. Wissenschaftler der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften wurden hinzugezogen, um die Knochen zu untersuchen und zu bergen.
Bedeutung für die Paläontologie
Nach Angaben der örtlichen Behörden handelt es sich um den ersten Mammutfund in diesem Abschnitt der Donau. Die Stoßzähne sind bemerkenswert gut erhalten, was auf die konservierenden Bedingungen im Flusssediment zurückgeführt wird. Paläontologen hoffen, durch die Analyse der Knochen und des umgebenden Bodens genauere Daten über die Lebensweise der Tiere und das damalige Klima zu gewinnen.
Umweltbedingter Rückgang des Wasserstands
Der niedrige Wasserstand der Donau ist Teil eines europaweiten Trends. In den vergangenen Monaten führte eine Kombination aus ausbleibendem Regen und hohen Temperaturen zu einer kritischen Situation in vielen Flüssen. Die bulgarische Wasserbehörde meldete für Juli 2026 den niedrigsten je gemessenen Pegel für diese Jahreszeit. Experten warnen, dass solche Extremereignisse durch den Klimawandel häufiger werden könnten.
Die Mammutknochen werden nun in einem Labor in Sofia gereinigt und für eine spätere Ausstellung vorbereitet. Ein Datum für die öffentliche Präsentation steht noch nicht fest.



