Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,1 im Südwesten Japans ist auf 28 gestiegen. Dies gab die japanische Zentralregierung bekannt. Ein Sprecher der Regierung in Tokio erklärte gegenüber dem Sender NHK, dass darunter auch Fälle seien, bei denen ein Zusammenhang mit der Katastrophe vermutet werde. Zuvor hatte die Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu die Zahl der bestätigten Todesfälle mit 17 angegeben.
Zahl der Opfer könnte weiter steigen
Die Such- und Bergungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Das Beben am Dienstagnachmittag (Ortszeit) hatte viele Gebäude in der Region zerstört. Experten befürchten, dass die Zahl der Toten noch zunehmen könnte. Örtlichen Medien zufolge wurden Dutzende Menschen verletzt, einige von ihnen schwer.
Versorgungslage angespannt
Einen Tag nach den Erschütterungen waren Tausende Haushalte weiterhin ohne Strom- und Wasserversorgung. Rund 10.000 Menschen mussten auch am frühen Donnerstag in Notunterkünften ausharren. Die Behörden bemühen sich, die betroffenen Gebiete mit Hilfsgütern zu versorgen. Die Infrastruktur in der Präfektur Kumamoto ist stark beschädigt; viele Straßen sind unpassierbar.
Hintergrund des Bebens
Das Erdbeben der Stärke 7,1 ereignete sich am 30. Juli 2026 um 09:56 Uhr Ortszeit. Sein Epizentrum lag in der Region Kumamoto, die bereits 2016 von einer schweren Erdbebenserie heimgesucht wurde. Damals kamen über 200 Menschen ums Leben. Die japanische Meteorologiebehörde warnte vor Nachbeben, die in den kommenden Tagen und Wochen möglich seien.



