Die deutsche Schauspielerin Veronica Ferres (61) wird neues Mitglied der Oscarakademie. Sie zählt zu den insgesamt 529 Filmschaffenden, die die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in diesem Jahr als neue Mitglieder eingeladen hat. Der Verband veröffentlichte die Liste am Mittwoch (Ortszeit). Die neuen Mitglieder dürfen künftig bei der Vergabe der Oscars mit abstimmen.
Weg in die Akademie: Nominierung oder Verdienste
Der Weg in die Akademie führt über eine Oscarnominierung oder über andere Verdienste um den Film. Talente können sich nicht selbst bewerben, sondern werden von Mitgliedern der Organisation vorgeschlagen. Es gibt über ein Dutzend Sparten, darunter Regie, Kamera, Schnitt, Drehbuch oder Musik. In der Schauspiel-Sparte werden in diesem Jahr 29 Namen aufgelistet. Neben Ferres sind das unter anderem Josh O’Connor, Jacob Elordi, Mathieu Amalric, Mia Goth, Teyana Taylor und Jenna Ortega.
Ferres‘ Karriere: Von „Schtonk!“ bis zum Charakterfach
Ferres ist eine der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands. Sie begann ihre Karriere als Inbegriff von Sinnlichkeit: Den Durchbruch schaffte sie mit Helmut Dietls Hitler-Tagebuch-Satire „Schtonk!“, der Film war 1993 für einen Oscar nominiert. Später wurde Ferres für „Das Superweib“ und „Rossini“ gefeiert und wechselte ins Charakterfach.
Weitere deutsche Neuzugänge in der Akademie
Neben Ferres sind weitere deutsche Filmschaffende in diesem Jahr in die Akademie eingeladen worden. Auf der Liste stehen der Kameramann Markus Förderer („September 5“), die Kostümbildnerin Sabrina Krämer („In die Sonne schauen“) und der Filmkomponist Karim Sebastian Elias („Cutting Through Rocks“). In der Sparte Visuelle Effekte finden sich die Namen von Michael Ralla und Guido Wolter, die bei den Oscars in diesem Jahr für ihre Arbeit an dem Film „Blood & Sinners“ nominiert waren.



