Cartier-Reiseuhr entfacht Bieterwettstreit bei „Bares für Rares“
Cartier-Reiseuhr sorgt für Bieterwettstreit bei „Bares für Rares“

In der heutigen Ausgabe von „Bares für Rares“ sorgt eine außergewöhnliche Cartier-Reiseschreibtischuhr für einen hitzigen Bieterwettstreit. Zwei langjährige Freunde aus Bad Rappenau in Baden-Württemberg bringen das seltene Luxusobjekt ins Walzwerk nach Pulheim. Einer der Verkäufer, ein Zahnarzt, erwarb die Uhr vor Jahren auf einem Antikmarkt am Bodensee von einer älteren Verkäuferin. „Die Uhr hat mich sofort fasziniert, ich musste sie einfach haben“, erklärt er. Für den spontanen Kauf zahlte er damals 2.000 Euro.

Expertin enthüllt die Geschichte der Cartier-Reiseuhr

Die Expertin Elisabeth Nüdling (46) identifiziert die Uhr als kleine Reiseschreibtischuhr für die wohlhabende Oberschicht, die kurz nach 1900 entstand. „Solche Uhren reisten in luxuriösen Koffersets mit, damit man auch unterwegs stilvoll arbeiten und seine Korrespondenz erledigen konnte“, erläutert sie. Das Gehäuse besteht aus vergoldetem Sterlingsilber (925er Silber), ist vollständig guillochiert und mit blauer Emaille überzogen. Die Uhr sitzt in einem mit echtem Leder bezogenen Köfferchen, in dessen Rückfach sich der Aufzugsschlüssel verbirgt. Im Inneren arbeitet ein Vollplatinen-Uhrwerk mit einem Schweizer Herstellerzeichen der Geneva Clock Company. Cartier ließ solche Uhren damals von diesem Subunternehmer fertigen, bevor eigene Uhrwerke ins Programm kamen. Die Datierung liegt etwa bei 1905, möglich sind auch die 1910er-Jahre, in jedem Fall deutlich vor 1920. Trotz ihres Alters von über 100 Jahren zeigt die Uhr nur wenige, kleine Emaille-Abplatzungen an Kanten und Ecken.

Verkäufer erhofft sich 6.000 Euro – Expertise schätzt niedriger

Der Verkäufer wünscht sich für die Uhr 6.000 Euro, doch die Expertise sieht den Wert aufgrund der aktuellen Marktlage niedriger. „Aktuell sind vor allem Armbanduhren gefragt, der Kreis der Käufer für solche Reiseuhren ist kleiner geworden“, erklärt Nüdling. Dennoch sei das Stück selten und mit dem „sehr namhaften“ Namen Cartier verbunden. Der Wert wird auf 3.000 bis 4.000 Euro geschätzt. Im Händlerraum entfacht die Uhr dann den erhofften Wettstreit. Bereits der Einstieg liegt bei 1.000 Euro. Nach und nach steigern sich die Gebote, bis die Uhr für 4.100 Euro verkauft wird.

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Weitere Raritäten der Sendung am 24. Juli 2026

Neben der Cartier-Uhr werden weitere Fundstücke präsentiert. Ein Vater und sein Sohn aus Amberg bringen eine Duplexpumpe, auch Hydrophor genannt, mit. Das technische Anschauungsobjekt zur Wasserförderung aus den Jahren 1900 bis 1910 kaufte der Vater vor rund 45 Jahren als Student auf einem Flohmarkt – weil er es einfach „schön“ fand. Die Expertise schätzt den Wert auf 180 bis 200 Euro. Eine Studiokeramik-Vase von Karl Scheid, die ein Vater von einem Flohmarkt mitbrachte, wird auf 200 bis 300 Euro geschätzt. Die Vase aus dem Jahr 1975 besticht durch ihre muschel- bzw. fächerartige Silhouette in sehr gutem Zustand. Ein Paar aus dem Raum Gera bringt drei historische Anstecknadeln mit Jagdmotiven und einer Perle mit, die einst einem Goldschmiedemeister aus Jena gehörten. Zwei der Schmuckstücke stammen aus der Zeit zwischen 1900 und 1920, die Perlnadel aus den 1950er- oder 1960er-Jahren. Der Gesamtwert wird auf 250 bis 300 Euro geschätzt. Eine Mutter und ihre Tochter aus Wuppertal und Velbert präsentieren einen aufwendig gestalteten Christbaumständer mit Krippenszene und Musikwerk, ein Familienerbstück seit 1998. Das Exemplar entstand um 1905 bis 1910, vermutlich bei der Firma Eckhardt. Trotz Verschmutzung und Revisionsbedarf wird der Wert auf 600 bis 800 Euro geschätzt.

Ob und für wie viel Geld die weiteren Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren die Zuschauer in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.

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