Internationaler Literaturpreis für András Viskys Roman „Die Aussiedlung“
Literaturpreis für Viskys „Die Aussiedlung“

Das Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin hat den Internationalen Literaturpreis 2024 an den ungarischen Autor András Visky und die Übersetzerin Timea Tanko verliehen. Ausgezeichnet wurde Viskys Roman „Die Aussiedlung“, der von einer Familie erzählt, die in die ostrumänische Steppe deportiert wird. Der Preis ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert, wovon 20.000 Euro an den Autor und 15.000 Euro an die Übersetzerin gehen.

Ein Buch über die Bindungskraft in Zeiten der Verwüstung

Die Jury, der unter anderem die Musikerin Joy Denalane angehörte, beschrieb „Die Aussiedlung“ als „eigenwilliges Buch der Gefangenschaft“. In ihrer Begründung heißt es weiter: „Ein eigensinniges Buch des Bundes: ein Buch über die rätselhafte Fähigkeit von Menschen, sich im Angesicht der Verwüstung aneinander binden zu können, wenn alles andere zerbricht.“ Visky gelinge es, diese Geschichte in einer riskanten Sprache zu erzählen, so die Jury.

18. Vergabe des Preises

Der Internationale Literaturpreis wird seit 2009 vom HKW und der Stiftung Elementarteilchen verliehen. Er würdigt ein herausragendes Werk der internationalen Gegenwartsliteratur in deutscher Erstübersetzung. Im vergangenen Jahr gewann mit „Autobiographie des Todes“ der Südkoreanerin Kim Hyesoon erstmals ein Lyrikband; übersetzt von Sool Park und Uljana Wolf. Die Auszeichnung wird jährlich vergeben und zählt zu den bedeutendsten Literaturpreisen im Bereich der Übersetzung.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram