Kölner Lichter: Drohnen-Show startet verspätet, Feuerwerk begeistert
Kölner Lichter: Drohnen verspätet, Feuerwerk begeistert

Samstagabend, Rheinufer Köln: Zehntausende Menschen drängen sich entlang der Uferpromenade, Picknickdecken werden ausgebreitet, Kinder sitzen auf den Schultern ihrer Eltern – die Vorfreude auf die „Kölner Lichter“ ist riesig. Rund 150.000 Besucher werden es am Ende sein, wie die Polizei am Sonntag auf Basis von Veranstalterinformationen mitteilt. Der Abend endet friedlich, doch der Beginn hätte besser laufen können.

Startschwierigkeiten bei der Drohnen-Show

Die Drohnen-Show, ein besonderes Highlight des Programms, sollte den Himmel über der Domstadt in ein leuchtendes Kunstwerk verwandeln. 500 Drohnen waren dafür aufgebaut. Doch ausgerechnet beim Start gab es ein Problem: Die Fluggeräte verloren nach dem Start die Funkverbindung, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Erst im dritten Anlauf gelang es, die Drohnen zu koordinieren. Mit rund 20 Minuten Verspätung stiegen die Fluggeräte schließlich auf und zauberten ihre Motive in den Nachthimmel. Die Zuschauer reagierten mit Erleichterung und Applaus – die Bilder waren offenbar grandios.

Feuerwerk mit Musik und Rhythmus

Anschließend begann das eigentliche Höhenfeuerwerk über dem Rhein, begleitet von stimmungsvoller Musik. Bunte Leuchtkugeln, Goldregen und farbenfrohe Muster spiegelten sich im Wasser und sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre. Das Zusammenspiel aus Musik und Feuerwerk ist seit jeher das Herzstück der „Kölner Lichter“. Auch in diesem Jahr riss es die Menschen am Rheinufer mit – viele sangen und tanzten mit.

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Niedrigwasser des Rheins beeinflusst das Programm

In diesem Jahr mussten die Veranstalter allerdings Abstriche machen: Wegen des anhaltenden Niedrigwassers des Rheins war der Konvoi der Schiffe, die das Feuerwerk abfeuern, deutlich kleiner als in den Vorjahren. Auch die Fahrstrecke hatte sich leicht verändert. Das teilten die Verantwortlichen mit. Für die Besucher war diese Veränderung kaum spürbar, denn das Feuerwerk selbst blieb spektakulär und erfüllte den Himmel über der Domstadt mit Farben und Licht.

Die Polizei zog eine positive Bilanz. Ein Sprecher sagte: „Alles sei friedlich und störungsfrei verlaufen.“ Es sei zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen. Auch die Einsatz- und Sanitätskräfte hatten den Angaben zufolge wenig zu tun. Das friedliche Miteinander der vielen Menschen am Rheinufer sei dabei besonders erfreulich gewesen.

Tradition und moderne Technik

Die „Kölner Lichter“ sind eines der größten Feuerwerksspektakel in Deutschland und locken jedes Jahr zahlreiche Besucher in die Domstadt. Allein am Samstag waren es mehr als 150.000 Menschen, die entlang des Rheins das Schauspiel verfolgten. Dass nun auch Drohnen zum Einsatz kommen, zeigt: Die Veranstaltung entwickelt sich mit der Zeit weiter. Moderne Technik trifft auf klassische Pyrotechnik – und begeistert damit ein breites Publikum.

Für die Stadt Köln ist die Veranstaltung auch wirtschaftlich bedeutend, denn viele Gäste reisen extra an und übernachten in der Domstadt. Hotels und Gastronomie profitieren von dem Großereignis. In diesem Jahr war die Stimmung trotz der Verzögerung ausgelassen, und die Menschen feierten bis in die späte Nacht. Die „Kölner Lichter“ haben sich damit einmal mehr als feste Größe im Veranstaltungskalender etabliert.

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