Sopranos-Star Vincent Pastore stirbt mit 80 Jahren
Sopranos-Star Vincent Pastore stirbt mit 80

Vincent Pastore, bekannt aus der Kultserie „Die Sopranos“, ist tot. Der Schauspieler starb im Alter von 80 Jahren. Sein Manager Bob McGowan bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass Nachbarn Pastore am Samstag in dessen Haus auf City Island im New Yorker Stadtteil Bronx leblos aufgefunden hatten.

Nachbarn fanden ihn in seinem Haus

Laut McGowan hatten Nachbarn tagelang nichts von Pastore gehört, woraufhin sie nach dem Rechten sahen. In seinem Haus entdeckten sie die Leiche des 80-Jährigen. Die genaue Todesursache war zunächst nicht bekannt. Der Manager hatte erst kürzlich geplant, Pastore bei einem neuen Projekt unterzubringen.

„Er war der loyalste Klient“

McGowan zeigte sich tief betroffen. „Er war der loyalste Klient, den man sich vorstellen konnte. Und er hat immer für wohltätige Zwecke gespendet“, sagte er der AP. „Er war außerdem ein Mensch, der jedem geholfen hätte – und das ist in meiner Branche selten.“

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Vom Vietnamkrieg zur Schauspielerei

Pastore wurde in der Bronx geboren und trat während des Vietnamkriegs in die US-Marine ein. Später studierte er an der Pace University. Während er in Nachtclubs jobbte, reifte in ihm der Entschluss, Schauspieler zu werden. Ab den 1980er-Jahren war er in kleineren Rollen zu sehen. Den ersten großen Auftritt hatte er 1990 gleich in zwei prominenten Produktionen: In Martin Scorseses Mafia-Epos „GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ und an der Seite von Robert De Niro und Robin Williams in „Zeit des Erwachens“.

„Big Pussy“ machte ihn weltberühmt

Seine Paraderolle war jedoch die des Salvatore „Big Pussy“ Bonpensiero in „Die Sopranos“. In 30 Folgen der HBO-Serie verkörperte er den Freund von Tony Soprano, der im Laufe der Handlung zum FBI-Informanten wird – ein Spoiler, der die Zuschauer bis heute beschäftigt. Die Serie gilt als Meilenstein des Fernsehens und machte Pastore international bekannt.

Ehrung in der Bronx Walk of Fame

Für seine Verdienste wurde Pastore 2016 in die Bronx Walk of Fame aufgenommen. In der Begründung hieß es: „Seine Darstellung des komplexen und liebenswerten Gangsters brachte ihm breite Anerkennung und Lob ein. Seine Fähigkeit, seiner Figur Tiefe und Authentizität zu verleihen, trug zum Erfolg der Serie bei und sicherte ihm einen festen Platz in der Fernsehgeschichte.“

Pastore hinterlässt eine Tochter. Mit seinem Tod verliert die Schauspielwelt einen Charakterdarsteller, der das Genre des Mafiafilms und -fernsehens nachhaltig geprägt hat.

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