Kinofiasko „Better Man": TV-Premiere überzeugt Millionen
Kinofiasko „Better Man": TV-Premiere überzeugt Millionen

Die Biografie des britischen Popstars Robbie Williams war im Kino kaum gefragt. Doch die Fernsehpremiere des Films „Better Man" hat nun für Begeisterung gesorgt: Das ungewöhnliche Biopic, in dem Williams als CGI-Affe auftritt, lockte viele Zuschauer vor die Bildschirme und entwickelte sich zum Gesprächsthema des Abends.

Regie führte Michael Gracey, der zuvor mit „The Greatest Showman" einen Musical-Erfolg feierte. Anstelle eines klassischen Schauspielers entschied er sich für eine computeranimierte Figur, die wie ein Affe aussieht und den Sänger darstellt. Diese skurrile Wahl sollte den Menschen hinter dem Popstar sichtbar machen – einen Künstler, der sich öffentlich gibt, aber innerlich zerrissen ist.

Vom Kinodesaster zur TV-Sensation

In den Kinos lief „Better Man" den Erwartungen hinterher. Trotz positiver Kritiken blieben die Zuschauerzahlen hinter den Produktionskosten zurück. Die weltweiten Einnahmen deckten die Ausgaben nicht ansatzweise, sodass der Film schnell als Flop galt. Viele Fachleute führten das auf den ungewöhnlichen Ansatz und starke Konkurrenz zurück.

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Umso größer war die Überraschung, als die Free-TV-Premiere in Deutschland ein Millionenpublikum versammelte. Nach dem Start der Übertragung entwickelte sich „Better Man" zum Gesprächsthema in den sozialen Medien. Zahlreiche Zuschauer teilten ihre Begeisterung über die emotionale Geschichte und die außergewöhnliche Darstellungsform.

Warum ein Affe die Hauptrolle spielt

Die Entscheidung, Robbie Williams als Affen darzustellen, geht auf ein Konzept zurück, das die Zerrissenheit des Künstlers symbolisiert. Der Affe steht als Metapher für das Gefühl, ein Entertainer zu sein, der ständig beobachtet wird. Das Filmteam erklärte, dass diese bildgewaltige Idee die innere Zerrissenheit auf eine einzigartige Weise sichtbar mache.

Die Musik spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Klassiker wie „Feel" oder „She's the One" begleiten die Handlung und verleihen den emotionalen Höhepunkten noch mehr Kraft. Robbie Williams selbst wirkte an der Produktion mit und steuerte die Songs sowie seine Stimme bei.

Ein neues Leben für „Better Man"

Die Fernsehpremiere zeigt, dass ein Film nicht nur durch den Kinostart Erfolg haben kann. Viele Zuschauer, die das Kino meiden oder den Film schlicht verpasst hatten, entdeckten „Better Man" nun für sich. Die Einschaltquote lag deutlich über dem Senderschnitt, was die Verantwortlichen des ausstrahlenden Senders freuen dürfte.

Wie sich die Quoten im Einzelnen entwickeln, bleibt abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass die Geschichte von Robbie Williams auch Jahre nach ihrem Kinostart nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat. Die Kombination aus ungewöhnlicher Ästhetik und tiefgründiger Erzählung findet offenbar vor allem im Fernsehen ein dankbares Publikum.

Bedeutung für die Filmindustrie

Der Fall „Better Man" wirft ein Schlaglicht auf die Veränderungen in der Filmvermarktung. Immer mehr Produktionen, die im Kino scheitern, werden durch Streaming und Fernsehen nachträglich erfolgreich. Das Publikum hat heute vielfältige Möglichkeiten, Filme zu sehen – und oft sind es genau die ungewöhnlichen Projekte, die später eine treue Fangemeinde finden.

Für Robbie Williams dürfte die positive Resonanz auf die Fernsehpremiere eine Genugtuung sein. Der Sänger hat in seiner Karriere immer wieder überrascht und gilt als einer der schillerndsten Stars der britischen Musikszene. „Better Man" zeigt ihn von einer verletzlichen Seite und gewährt Einblicke in ein Leben zwischen Ruhm, Erfolg und Selbstzweifeln.

Fazit

Die Fernsehpremiere von „Better Man" ist ein Beispiel dafür, dass ein Film auf mehreren Wegen zu seinem Publikum finden kann. Während das Kino den Robbie-Williams-Stoff weitgehend ignorierte, feierte das Free-TV den ungewöhnlichen Affenhelden. Wer das Biopic noch nicht gesehen hat, hat nun die Möglichkeit, es bequem von zu Hause aus zu erleben – und sich selbst ein Urteil zu bilden.

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